Rummenigge erhört?

UEFA plant Revolution: Gehaltsgrenze und „Luxussteuer“ sollen kommen

Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA, spricht bei der Pressekonferenz nach einem UEFA Exekutivkomitee-Treffen.
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Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA, spricht bei der Pressekonferenz nach einem UEFA Exekutivkomitee-Treffen.

Die UEFA plant offenbar eine Revolution im europäischen Fußball. Statt des Financial Fair Plays soll eine Gehaltsobergrenze kommen.

Berlin - Auf den europäischen Fußball könnte in puncto Finanzen eine echte Revolution zukommen. Die UEFA plant offenbar weitreichende Veränderungen in ihrem Reglement.

Einem Bericht der englischen Times zufolge will die UEFA im September vorschlagen das Financial Fair Play abzuschaffen.. Stattdessen wolle man eine Gehaltsobergrenze für Clubs einführen. Allerdings will man demnach auch gleich eine Hintertür für die Vereine einbauen.

UEFA plant Revolution um Financial Fair Play; Gehaltsobergrenze soll kommen

Wird die Gehaltsobergrenze überschritten, kann man sich dann über eine sogenannte „Luxussteuer“ freikaufen. Die neuen Regeln sollen schon ab 2022 und dann für vorerst drei Jahre gelten.

Demnach sollen die Vereine nur noch einen festgelegten Anteil ihrer Einkünfte für Spielergehälter einsetzen dürfen. Im Raum stehen 70 Prozent, wie es derzeit schon in der spanischen Liga praktiziert wird. Wird die Gehaltsobergrenze überschritten, soll die sogenannte Luxussteuer an die UEFA entrichtet werden. Dieses Geld soll dann an die Clubs umverteilt werden, die sich an die Regeln halten. Laut Times sollen aber weiter Sanktionen bis hin zum Ausschluss aus europäischen Wettbewerben* möglich sein, wenn Vereine dauerhaft mehr Geld ausgeben, als in den Regularien festgeschrieben.

Am Mittwoch hatte sich der frühere Bayern*-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge erneut für strengere Finanzkontrollen ausgesprochen. „Es existiert bereits in Form von Financial Fair Play. Es muss nur angepasst und stringenter eingesetzt und eingefordert werden“, sagte Rummenigge der Sport Bild. Auch UEFA-Chef Aleksander Ceferin strebt eine Veränderung an, zumal die Kluft zwischen den großen und kleinen Vereinen immer größer werde.

Beim vor elf Jahren eingeführten Financial Fair Play dürfen die Clubs derzeit in den zurückliegenden drei Jahren ein Defizit von maximal 30 Millionen Euro aufweisen. Das kann durch externe Geldgeber ausgeglichen werden, ansonsten kommt es zu Sanktionen. Angesichts der Pandemie kam es aber zu Lockerungen. (dpa/rjs) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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