Bewerbung erwartet

Türkei-Pläne für EM 2024 werden konkret - DFB hat Spielort-Optionen

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Im Berliner Olympiastadion fand das Finale der Heim-WM 2016 statt. 

Frankfurt am Main/Istanbul - Ohne Konkurrenz bekommt der DFB nicht den Zuschlag für die Fußball-EM 2024. In Istanbul wird am Mittwoch die Verkündung der türkischen Kandidatur erwartet. Deutschland bleibt aber Favorit. 

Update vom 26. September 2018: Wer bekommt die Europameisterschaft 2024? Deutschland oder die Türkei? Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie die Übertragung der Vergabe der EM 2024 live im TV und im Live-Stream sehen können.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss sich bei seiner Bewerbung um die EM 2024 wohl auf Konkurrenz einstellen. In Istanbul wird am Mittwoch die offizielle Kandidatur der Türkei erwartet. Bislang hatte nur Deutschland bei der UEFA sein Interesse an einer Ausrichtung des übernächsten Kontinentalturniers bekundet. Am 3. März läuft die Bewerbungsfrist ab. Eine Woche später wird die UEFA die wohl sehr kurze Kandidatenliste veröffentlichen.

Möglich ist auch noch eine Gemeinschaftskandidatur aus Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen. Allerdings hätte das Quartett angesichts fehlender Stadioninfrastruktur gerade gegen Deutschland praktisch keine Chance. Die EM-Vergabe durch das UEFA-Exekutivkomitee erfolgt im September 2018.

Bewerbungen der Spielorte bis Freitag

Beim DFB in Frankfurt können sich interessierte Städte noch bis zum Freitag als Spielort bewerben. Zehn Stadien mit einer Mindestkapazität von 30 000 Sitzplätzen werden gesucht. Nach dpa-Informationen liegen schon mehr Bewerbungen als die nötigen zehn vor. Zuletzt kamen Leipzig, Nürnberg und Stuttgart hinzu. Auch Mönchengladbach und Düsseldorf - bei der WM 2006 nicht berücksichtigt - wollen diesmal Gastgeber sein. Als gesetzt gelten Berlin, München, Dortmund, Frankfurt und Hamburg, die auch schon vor elf Jahren zu den wichtigsten Turnierorten des Sommermärchens zählten.

Seine Spielort-Kandidaten will der DFB am 15. September präsentieren. Der Auswahlprozess soll nach den Ungereimtheiten um die Heim-WM von Transparency International begleitet werden. „Wir werden eine erstklassige Bewerbung einreichen und dabei sehr genau darauf achten, dass wir in einem transparenten, nachvollziehbaren Prozess die möglichen zehn Spielorte auswählen“, sagte DFB-Chef Reinhard Grindel.

Türkei-Bewerbung schon für EM 2016

Die Türkei hatte sich auch schon um die EM 2016 beworben. Damals scheiterte man mit 6:7 Stimmen an Frankreich. Den Ausschlag gab auch das Votum des damaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger. Der DFB hatte sich für Frankreich ausgesprochen, da von den Nachbarn im Gegenzug die Frauen-WM 2011 in Deutschland unterstützt worden war.

Eine Kandidatur für die EM 2020 wurde von den Türken zurückgezogen, nachdem sich abzeichnete, dass der damalige UEFA-Chef Michel Platini sein Pan-Europa-Projekt mit einem Turnier in 13 Ländern durchsetzen würde. In gut drei Jahren finden drei der 51 EM-Spiele in München statt. Halbfinals und Endspiel wurden an das Londoner Wembleystadion vergeben. Die Türkei ging komplett leer aus.

dpa

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