Real Madrid sucht neuen Trainer

Kroos bedankt sich bei entlassenem Ancelotti

Madrid - Nach nur zwei Jahren muss Carlo Ancelotti seinen Trainer-Posten bei Real Madrid räumen. Toni Kroos verabschiedete sich via Twitter mit berührenden Worten von dem Italiener.

Fußball-Weltmeister Toni Kroos hat sich bei Trainer Carlo Ancelotti nach dessen Beurlaubung bei Real Madrid bedankt. „Gracias Mister“, schrieb der deutsche Mittelfeldspieler der „Königlichen“ bei Twitter. Es sei eine Freude gewesen, mit Ancelotti zu arbeiten und er wünsche ihm alles Gute für die Zukunft. Dazu stellte Kroos ein Bild, das die beiden zusammen zeigt.

Ancelotti muss seinen Posten nach nur zwei Jahren bei Real wieder räumen. Nach dem Gewinn der Champions League 2014 in seiner ersten Saison blieben in der vergangenen Spielzeit die großen Erfolge aus.

Der 55 Jahre alte Italiener nahm die Entscheidung der Vereinsführung vom Montagabend aber mit Größe. „Ich möchte diese zwei fantastischen Jahre bei Real Madrid in Erinnerung behalten. Danke an den Verein, die Fans und meine Spieler“, schrieb Ancelotti bei Twitter und Facebook.

Nach Trennung von Ancelotti: Real Madrid sucht neuen Trainer

Nach der Trennung von Carlo Ancelotti sucht Real Madrid einen neuen Trainer. Die Anforderungen an den künftigen Coach sind klar: Titel, Titel, Titel. „Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass jetzt der Moment gekommen ist, neue Impulse zu geben“, sagte Real-Präsident Florentino Pérez am Montagabend auf einer Pressekonferenz.

Wer diese Impulse geben soll, will er in der kommenden Woche verraten. Als Kandidaten werden einige gehandelt: Rafael Benítez vom italienischen Serie-A-Club SSC Neapel ist einer, auch Unai Emery vom Europa-League-Titelverteidiger und -Finalisten FC Sevilla wird der Posten zugetraut.

Jürgen Klopp wäre zumindest bei den Real-Fans willkommen

Gleiches gilt für den Noch-Dortmunder Jürgen Klopp. Bei einer Umfrage der Sportzeitung „Marca“ hatten sich 44 Prozent der Fans für den 47-Jährigen dafür ausgesprochen, dass er die Mannschaft um Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Weltmeister Toni Kroos wieder führen soll.

Wer auch immer den Zuschlag erhält, er steht von Beginn an unter genauer Beobachtung des Real-Präsidenten. Wer sein Soll - sprich: viele Titel - nicht erfüllt, den kann Pérez' Bannstrahl schnell treffen. Ancelotti ist schon der neunte Trainer, von dem sich der allmächtige Real-Chef in den bisherigen zwölf Amtsjahren trennt.

Ancelotti wird sich nun vorerst wohl nicht mehr auf Jobsuche begeben

Auch Verdienste in der jüngsten Vergangenheit nutzen da nichts. Immerhin hatte Real 2014 im ersten Amtsjahr von Ancelotti die Champions League gewonnen. Doch diese Saison blieb titellos. Statt dessen ist Reals Erzrivale FC Barcelona auf dem besten Weg zum Triple.

„Ancelotti hat mit dem Gewinn des zehnten Europacups einen Platz in der Geschichte von Real eingenommen“, meinte Pérez über seinen „persönlichen Freund“. Doch Real „stelle immer die allerhöchsten Ansprüche“. Auch die öffentlichen Bekenntnisse etlicher Spieler retteten Ancelotti nicht vor dem Aus ein Jahr vor Ende seines Vertrages.

Der Italiener wird sich nun vorerst wohl nicht mehr auf Jobsuche begeben. Er hatte bereits angekündigt, dass er im Fall einer Trennung erst einmal ein Sabbat-Jahr einlegen will. „Entweder ich bleibe bei Real oder ich mache ein Jahr Pause.“

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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