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„Dann wird‘s auch nicht länger gehen“: Tuchel erklärt Vertragsdetails

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Von: Marcel Schwenk

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Thomas Tuchels Vertrag als Trainer des FC Bayern München läuft bis Sommer 2025. Warum er damit zufrieden ist und wie es dazu kam.

München - Thomas Tuchel machte bei seiner ersten Presskonferenz als Trainer des FC Bayern eine gute Figur. Die Fragen beantwortete er souverän, streute hier und da ein Lächeln ein und gab bereitwillig Auskunft, wie es zu seinem Engagement an der Säbener Straße kam.

Auch beim Thema Vertrag war der ehemalige Trainer des FC Chelsea und Nachfolger des kürzlich freigestellten Julian Nagelsmann um keine Antwort verlegen. Während sein Vorgänger im Sommer 2021 noch für fünf Jahre unterschrieb, einigten sich die FCB-Verantwortlichen um Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic mit dem 49-Jährigen auf einen Kontrakt bis zum Ende der Saison 2024/25.

Tuchel über Vertragslaufzeit: „Fühle mich extrem wohl“

„Das ist ein Fortschritt“, so Tuchel mit einem Grinsen im Gesicht auf die Frage, warum er keine längere Vertragslaufzeit habe. Sein Engagement in Chelsea war zu Beginn schließlich nur auf 18 Monate ausgelegt. Im Sommer 2022 verlängerte er dann nochmals, ehe er im September desselben Jahres gehen musste.

Thomas Tuchel auf der Pressekonferenz zur seiner Vorstellung als neuer Bayern-Trainer
Thomas Tuchel hat beim FC Bayern einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2024/25 unterschrieben. © IMAGO/Michaela Merk/M.i.S.

„Es gab mal ein paar Minuten die Diskussion, ob zwei oder drei Jahre. Wenn sich alle wohlfühlen, werden wir versuchen, es zu verlängern“, erzählte Tuchel von den Gesprächen mit dem FC Bayern.

Der Champions-League-Sieger von 2021 ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass das Pendel auch schnell in die andere Richtung ausschlagen könnte. „Wenn sich irgendjemand auf dem Podium hier unwohl fühlt, dann wird es auch nicht länger gehen. Egal, was auf dem Arbeitspapier steht“, weiß der Bayern-Coach. Die Vertragslaufzeit spiele für ihn ohnehin „keine große Rolle“, mit dem unterschriebenen Kontrakt fühle er sich „extrem wohl“ und die Laufzeit sei „perfekt“.

Tuchel mit erstem Härtetest nach der Länderspielpause

Dass der Verbleib eines Trainers nicht immer allein in dessen Hand liegt, machte der gebürtige Krumbacher ebenfalls klar. „Ich habe zu meinem Leidwesen bei Chelsea erfahren, wie sich komplette Führungsstrukturen verändern können. Bei PSG war das ähnlich. Man hat manche Dinge nicht im Griff“, gab er Auskunft über seine bisherigen Erfahrungen im Fußball-Business.

Bereits kurz nach seiner Verlängerung an der Stamford Bridge musste Tuchel für Graham Potter Platz machen, nachdem Todd Boehly den Verein als Eigentümer übernahm. Uneinigkeiten über Neuverpflichtungen sollen laut Medienberichten das Verhältnis zwischen dem Geschäftsmann und Tuchel unterkühlt haben. Als dann noch die Ergebnisse ausblieben, kam es zur Trennung.

Ausbleibende Ergebnisse könnten auch an der Säbener Straße dazu führen, dass Tuchel schnell unter besonderer Beobachtung steht. „Wenn du bei Bayern unterschreibst, geht es darum, so viele Titel wie möglich zu gewinnen“, ist sich der Nagelsmann-Erbe bewusst.

Und das erste wegweisende Duell steht bereits unmittelbar bevor - am 1. April kommt zum Klassiker gegen den BVB, Tuchels Ex-Klub und aktuellen Tabellenführer. Es gibt wohl kaum eine bessere Möglichkeit, direkt ein Zeichen zu setzen. (masc)

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