Klarer Sieg beim Telekom-Cup

Bayern ballern auch Gladbach weg

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Der Münchner Torschütze Thiago (M) jubelt mit Daniel van Buyten (r) und Jerome Boateng.

Mönchengladbach - Nach zwei souveränen Auftritten hat sich Triple-Gewinner Bayern München im Vorbereitungsturnier für die neue Saison den Telekom-Cup gesichert.

Drei Wochen vor dem Start in die neue Saison hat der FC Bayern München der Konkurrenz das Fürchten gelehrt. Beim Telekom Cup überzeugte der Triple-Sieger durch zwei glanzvolle Auftritte und setzte sich bei dem seit 2009 stattfindenden Turnier erstmals die Krone auf. Dem 4:0 (1:0) am Samstag im Halbfinale gegen den Hamburger SV, folgte einen Tag später im Endspiel ein 5:1 (3:1) gegen Borussia Mönchengladbach. Den dritten Platz sicherte sich Borussia Dortmund. Der BVB schlug nach dem 0:1 (0:0) im Halbfinale gegen Mönchengladbach immerhin im Platzierungsspiel den HSV durch Jonas Hofmanns Tor mit 1:0 (1:0).

Für die Bayern trafen gegen den HSV Jerome Boateng (12. Minute), Mario Mandzukic (41.), Toni Kroos (44.) und Thomas Müller (52.). Gegen Mönchengladbach hießen die Torschützen Ribery (16.), Philipp Lahm (23.), Thiago (26.), Arjen Robben (41.) und Müller (60.). Luuk de Jong (30.) verkürzte per Foulelfmeter auf 1:3.

Im Gegensatz zu den Rivalen aus der Fußball-Bundesliga verzichtete Bayern-Coach Pep Guardiola auf allzu große Rotation in den Spielen. Dafür variierte die taktische Aufstellung: So spielte beispielsweise Außenverteidiger Philipp Lahm gegen Mönchengladbach vor 44 506 Zuschauern im defensiven Mittelfeld. Aber einer fiel besonders auf: Thiago Alcántara.

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Selbst Dauermahner Matthias Sammer lobte nach dem Debüt des Neuzugangs: „Er ist erst drei, vier Tage im Training, hat aber schon angedeutet, welche großartigen Fähigkeiten er besitzt.“ Doch bei den Bayern ist vorerst nicht mehr die Mannschaft der Star, sondern der Trainer. Und Guardiola präsentierte sich locker und bescheiden.

„Ich bin dem FC Bayern dankbar, dass er mir eine so gute Mannschaft gegeben hat“, sagte der 42-Jährige nach dem Erfolg. Auch für die Dutzenden Fotografen und TV-Kameras, die seine ersten Schritte vor großer Kulisse in einem Bundesliga-Stadion akribisch festhielten, hatte er ein Lächeln parat. Die Spiele selbst verfolgte der 42-Jährige lässig in Jeans und Turnschuhen von der Bank aus und musste nur selten Anweisungen geben.

Sogar die Fans aus Dortmund, Mönchengladbach und Hamburg verharrten bei den Bayern-Spiele noch im Stadion, auch wenn ihre Mannschaft nicht mitspielte. Die Konkurrenz staunte: „Die Bayern haben eine Qualität, unglaublich. Das ist der Wahnsinn“, sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer beim TV-Sender Sat.1.

Nur HSV-Coach Thorsten Fink platzte der Kragen: Ihn ärgerte die Passivität seiner Spieler im Duell mit den Münchner so sehr, dass er kurzerhand alle acht Ersatzspieler auf einen Schlag einwechselte. Am Tag danach war Fink wieder besänftigt und sprach von einem Dämpfer zur richtigen Zeit: „Jetzt wissen alle, das noch viel Arbeit wartet.“

dpa/SID

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