Staatsanwaltschaft droht

Stadion-Teilsperrung beim WM-Eröffnungsspiel?

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Ein Foto von der Baustelle.

Sao Paulo - Die Staatsanwaltschaft von Sao Paulo droht, das WM-Stadion in der brasilianischen Metropole für das Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien am 12. Juni wegen Sicherheitsbedenken teilweise zu sperren.

Die Behörden haben das Bauunternehmen Odebrecht und den Fußballverein Corinthians Sao Paulo angewiesen, umgehend Nachbesserungen beim Brandschutz und den Notausgängen vorzunehmen.

Am Wochenende war ein Bauarbeiter bei der Montage einer Zusatztribüne aus großer Höhe abgestürzt und wenig später im Krankenhaus gestorben, eine folgende Brandschutz-Inspektion offenbarte insgesamt 26 Mängel.

„Sollten diese Verpflichtungen nicht oder in Teilen nicht eingehalten werden, wird nicht ausgeschlossen, Maßnahmen einzuleiten, die zu einer Teilsperrung des Stadions führen“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Odebrecht hat bereits angekündigt, die entsprechenden Anpassungen vorzunehmen.

Im Februar waren an der Arena Corinthians beim Einsturz eines Krans auf einen Teil des Stadiondachs bereits zwei Arbeiter gestorben.

WM-Stadion in Cuiabá mit erstem Spiel eröffnet

Das WM-Stadion im brasilianischen Cuiabá ist am Mittwoch mit einem Spiel zwischen den Clubs Santos und Mixto eröffnet worden. In der „Arena Patanal“ werden zur Weltmeisterschaft vier Gruppenspiele ausgetragen. Wie die meisten Stadien wurde auch das in Cuiabá (Bundesstaat Mato Grosso) mit erheblicher Verzögerung fertig. Der ursprüngliche Übergabetermin war Ende Dezember 2013.

Zur Eröffnungspartie waren 20 000 Zuschauer zugelassen. Zur WM finden dort mehr als doppelt so viele Fans Platz. In den oberen Rängen müssen die Sitze noch eingebaut werden. Jetzt stehen noch zwei Stadien aus: die Arena Corinthians in São Paulo, wo die WM an 12. Juni eröffnet wird, und die Arena da Baixada in Curitiba. Insgesamt wird das Turnier in zwölf Spielorten ausgetragen.

sid/dpa

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