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Scheidet unser WM-Schiri wegen Deutschland aus?

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Wolfgang Stark war einer der überzeugenden WM-Schiris
Wolfgang Stark war einer der überzeugenden WM-Schiris © dpa

Johannesburg/Kyllburg - Schiedsrichter Wolfgang Stark ist einer der Verlierer von Deutschlands Viertelfinal-Triumph über Argentinien. Für den einzigen deutschen Referee dürfte die WM beendet sein.

Stark muss wohl seine Koffer packen, auch wenn der Weltverband FIFA die Liste der Spielleiter für Halbfinale, Spiel um Platz drei und Endspiel noch nicht veröffentlicht hat. “Das Weiterkommen der deutschen Mannschaft macht es nahezu unmöglich, dass Wolfgang Stark das Endspiel erreicht“, sagte Herbert Fandel, der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission im Deutschen Fußball-Bund (DFB), am Sonntag.

Die bisherigen Tops und Flops der WM

Fandel lobte den 40-Jährigen aus Ergolding für dessen WM-Premiere: “Der Junge hat eine großartige WM gemacht. Er kann sehr stolz sein. Das war eine vorbildliche Leistung für die 80 000 Schiedsrichter in Deutschland.“ Stark hatte zusammen mit seinen Assistenten Jan-Hendrik Salver aus Stuttgart und Mike Pickel aus Mendig die Partien Argentinien - Nigeria, Slowenien - England und Uruguay - Südkorea souverän gepfiffen.

“Wir sind sehr zufrieden mit unseren Spielen. Alles, was jetzt noch kommen sollte, wäre eine Zugabe“, hatte der Referee bereits vor dem Deutschland-Spiel betont und erklärt, dass seine persönlichen Ziele hinter denen der DFB-Auswahl zurückstehen: “Ich bin einfach zu sehr Fußballer. Uns kann nichts Besseres passieren, als dass Deutschland das Endspiel erreicht und damit viele junge Leute zum Fußball kommen.“

Angesichts der heißen Diskussionen um die WM-Schiedsrichter sieht Fandel die Arbeit beim DFB auf dem richtigen Weg: “Man hat gesehen, was Deutschland an Schiedsrichtern hat. Die Konsequenz aus Südafrika für die Bundesliga kann nur heißen: Wir sind auf dem richtigen Weg und im Profifußball gut bestückt mit hervorragenden Schiedsrichtern.“

Bankkaufmann Stark gehört zu jenen 19 Unparteiischen, die nach dem ersten Ausleseverfahren noch in Südafrika verblieben sind. Zehn wurden bereits nach Hause geschickt, darunter die heftig kritisierten Jorge Larrionda (Uruguay) und Roberto Rosetti (Italien). Larrionda hatte das “Bloemfontein-Tor“ von Frank Lampard beim 4:1-Sieg Deutschlands gegen England nicht gegeben. Rosetti erkannte ein klares Abseitstor von Carlos Teves für Argentinien bei deren 3:1- Achtelfinalsieg über Mexiko an.

dpa

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