Dürfen sie jetzt doch?

Freiburger Stadionstreit: Spektakuläre Wende bahnt sich an - Gericht räumt Fehler ein

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Christian Streich darf auf einen positiven Ausgang des Stadionstreits in Freiburg hoffen.

Der SC Freiburg, der laut eines Urteils in seinem neuen Stadion zu bestimmten Zeiten nicht spielen darf, kann auf eine spektakuläre Wende hoffen. Das Gericht räumt Fehler ein.

Update vom 24. Oktober, 13.09 Uhr: In der Diskussion um die Nutzung des neuen Stadions darf sich der SC Freiburg Hoffnungen machen. Wie der zuständige Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg am Donnerstag mitteilte, wird das Urteil des VGH voraussichtlich in einem sogenannten Anhörungsrügeverfahren noch einmal überprüft werden.

„Wenn das Regierungspräsidium wie angekündigt Anhörungsrüge einlegt, wird in diesem Verfahren eingehend zu prüfen sein, ob tatsächlich nicht aktuelle Lärmgrenzwerte zugrunde gelegt wurden und - falls ja - ob das Auswirkungen auf die ausgesprochene teilweise Nutzungsuntersagung hat“, hieß es in der Mitteilung. „In einem Anhörungsrügeverfahren haben alle Verfahrensbeteiligte die Möglichkeit, ausführlich Stellung zu nehmen. Im Hinblick auf das mögliche Anhörungsrügeverfahren können weitergehende Aussagen derzeit nicht gemacht werden.“

Update vom 23. Oktober, 19.43 Uhr: Der SC Freiburg kann auf eine spektakuläre Wende im Stadionstreit hoffen. Nach Angaben des Freiburger Regierungspräsidiums fiel die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs auf der Basis veralteter Lärmschutzwerte. Das Gericht habe den Fehler bereits eingeräumt, wie derKicker berichtet.

Demnach soll eine Anhörungsrüge gegenüber dem Gericht erhoben werden, um eine Änderung des Beschlusses zu erwirken. „Das Gericht hat nicht die aktuell gültigen Werte der Sportanlagenlärmschutzverordnung zugrunde gelegt, sondern die bis 2017 gültigen Werte“, sagte Baubürgermeister Martin Haag. Er sei überzeugt, dass es keine relevanten Einschränkungen der Betriebszeiten geben werde. Das Gericht war am Abend für eine Stellungnahme nicht mehr erreichbar.

SC Freiburg darf nicht in seinem eigenen Stadion spielen - Irres Urteil

Erstmeldung vom 23. Oktober, 15.59 Uhr: Freiburg - Unglaublich, aber wahr: Der Bau seines neuen Stadions bringt dem Bundesligisten SC Freiburg erhebliche juristische Schwierigkeiten ein. 

Wie am Mittwoch bekannt wurde, fällte der zuständige Verwaltungsgerichtshof bereits am 2. Oktober den „unanfechtbaren Beschluss“, wonach die Arena aus Gründen des Lärmschutzes während üblicher Anstoßzeiten nicht für Fußballspiele genutzt werden darf.

SC Freiburg: Keine Spiele im eigenen Stadion? Gericht fällt Urteil

Laut Mitteilung des VGH betrifft dies die „täglichen Ruhezeiten zwischen 20.00 Uhr und 22.00 Uhr“, die „sonntäglichen Ruhezeiten zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr“ sowie die „Nachtzeit ab 22.00 Uhr“. 

Allein in der Bundesliga könnten die Freiburger, die in der kommenden Saison in das neue Stadion umziehen wollen, nach derzeitigem Stand am Freitagabend, Samstagabend und Montagabend keine Heimspiele bestreiten und auch mögliche Sonntagsspiele um 13.30 Uhr nicht ausrichten.

SC Freiburg: Neues Stadion - aber keine Spiele zu bestimmten Zeiten

Der Ursprung der VGH-Entscheidung liegt in einer vom Regierungspräsidium Freiburg am 15. November 2018 erteilten Baugenehmigung „für die Errichtung eines Fußballstadions mit Nebenanlagen im Freiburger Stadtteil Brühl“. 

Dagegen beantragten mehrere Bewohner des nahe gelegenen Stadtteils Mooswald gerichtlichen Eilrechtsschutz. Der 3. Senat des VGH gab den Beschwerden der Antragsteller nun teilweise statt, weil „die in der Baugenehmigung festgelegten maximalen Lärmwerte für den Spielbetrieb in den genannten Ruhezeiten das zumutbare Maß überschreiten“ würden.

Alles andere als Ruhezeiten erleben zurzeit der FC Bayern München und Borussia Dortmund. Beim Rekordmeister hat sich nach Niklas Süle mit Lucas Hernandez ein weiterer Defensivmann verletzt. Es gibt schon Diskussionen um den Nachfolger von Trainer Niko Kovac. Beim BVB wird angeblich ebenfalls die Trainerfrage gestellt. Am Mittwoch ist Schwarz-Gelb in der Champions League gefordert, wir berichten im Live-Ticker

dpa

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