"Das sind 22 Top-Spieler"

Völler warnt vor absoluter Bayern-Dominanz

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Rudi Völler

Zell am See - Der ehemalige DFB-Teamchef Rudi Völler hat vor einer übermächtigen Rolle von Champions-League-Sieger Bayern München in der Fußball-Bundesliga gewarnt.

„Jetzt haben sie einen Kader, wie es ihn noch nie bei den Bayern gab. Das sind keine Top-11, keine Top-15 - das sind 22 Top-Spieler. Das ist schon erdrückend für andere Klubs. Dass sie auch noch einen Mann wie Thiago fürs Mittelfeld holen, zeigt, wie weit weg sie wirklich sind. Eine andere Kategorie ist das“, sagte der Sportchef von Bayer Leverkusen im Bild-am-Sonntag-Interview. Zuletzt hatte der deutsche Rekordmeister auch noch den Spanier Thiago für 25 Millionen Euro vom FC Barcelona verpflichtet.

Der 53-jährige Völler beglückwünscht indes auch Vizemeister Borussia Dortmund zum Transfer des Armeniers Henrich Mchitarjan von Schachtjor Donezk. Der Offensivspieler „ist ein Kracher“, so Völler, „den hatten wir auch mal auf dem Schirm, aber für uns ist so ein Transfer nicht zu stemmen. Aber das hat sich Dortmund eben auch in den letzten Jahren erarbeitet“. Der BVB hatte 27,5 Millionen Euro für Mchitarjan auf den Tisch geblättert.

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Leverkusens Ex-Profi Andre Schürrle, der für 22 Millionen Euro zu Europa-League-Sieger FC Chelsea gewechselt war, rät Völler folgendes: „Andre muss sicher etwas robuster werden. Ich habe es ihm oft in den letzten beiden Jahren gesagt, dass er sein Durchsetzungsvermögen verbessern muss. Dann wird er auch den nächsten Schritt machen. Ganz sicher. Ich habe selten einen Spieler mit diesen Tempodribblings und so einem rechten Abschluss gesehen.“

Dass Bayer trotz des dritten Tabellenplatzes in der vergangenen Saison und der Champions-League-Qualifikation nur ein Mauerblümchendasein in der öffentlichen Wahrnehmung fristet, bedeutet für den Sportchef nicht, eine Image-Diskussion vom Zaun zu brechen. Völler: „Wir sind die Werkself und stolz darauf, das Bayer-Kreuz zu tragen. Unsere Fans haben vor einigen Jahren eine Kampagne gestartet, um das Bayer-Kreuz in Leverkusen zu erhalten. Das ist doch totale Identifikation zwischen Stadt, Bayer-Werk und Mannschaft. Natürlich sind wir in NRW eingekeilt zwischen anderen Klubs. Und wenn uns jemand provoziert, dann müssen wir uns auch wehren. Aber dafür bin ich ja dann auch da...“

SID

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