Roberto Hilbert fordert

Rassistische Fans in Integrationsprojekt stecken

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Roberto Hilbert

Düsseldorf - Leverkusens Mittelfeldspieler Hilbert plädiert dafür, die Verursacher rassistischer Schmähungen in Fußballstadien sinnvoll zur Verantwortung zu ziehen - und nicht die Vereine zu bestrafen.

„Ich weiß nicht, ob ein Verein immer etwas dafür kann, wenn die Fans mal durchdrehen“, sagte Roberto Hilbert der Rheinischen Post (Dienstag). „Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, die Leute zur Arbeit in einem Integrationsprojekt zu verpflichten. Dann würden sie die Mentalität derer kennenlernen, die sie zuvor beschimpft haben und ändern vielleicht ihren Blickwinkel“, meinte Hilbert.

Dass auch die Bundesliga ein Rassismusproblem auf den Rängen hat, steht für den achtmaligen Nationalspieler fest. „Dadurch, dass ich zuletzt drei Jahre in der Türkei war, habe ich jetzt einen etwas anderen Blick auf Deutschland“, sagte Hilbert. „Ich habe das Gefühl, dass der eine oder andere ganz oft einfach ein Ventil für seinen Frust sucht. Das richtet sich dann zuweilen eben auch gegen Ausländer.“ Hilbert war im Sommer von Besiktas Istanbul nach Leverkusen gewechselt. Seine Frau stammt aus Eritrea. Hilbert engagiert sich im Projekt „Zeig' Rassismus die Rote Karte!“

dpa

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