Deutscher WM-Spielort

Porto Alegre: Nicht schön, aber sicher

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In Porto Alegre findet das "Grenal-Derby" statt.

Porto Alegre - Porto Alegre ist zwar nicht die schönste, aber wohl die sicherste aller WM-Städte. Am Montag bestreitet die DFB-Elf dort ihr Achtelfinale.

Porto Alegre besitzt nicht diese traumhaften, schier endlosen Strände von Fortaleza. In Porto Alegre ist der Karneval vielleicht auch nicht so farbenfroh wie in Salvador da Bahia oder Rio de Janeiro. Und dennoch zählt die Millionen-Stadt im Süden Brasiliens zu den Orten mit der höchsten Lebensqualität - nicht in Brasilien, nein, in ganz Südamerika. Aber warum eigentlich?

„Porto Alegre ist die mit Abstand sicherste Metropole in Brasilien“, sagte Weltenbummler Lutz Pfannenstiel, der als erster und bislang einziger deutscher Torhüter in der ersten brasilianischen Fußball-Liga spielte, Spiegel online. Aber der „Fröhliche Hafen“, so die wörtliche Bedeutung Porto Alegres, bietet seinen Einwohnern und Touristen mehr als nur Sicherheit.

Europäischer Einfluss

Das Bildungssystem in der 1,5-Millionen-Stadt ist im Vergleich zu anderen Städten im WM-Gastgeberland äußerst gut entwickelt. Zahlreiche Universitäten beheimatet die Stadt, ebenso private Bildungseinrichtungen - und ein Goethe-Institut. Überhaupt ist der europäische Einfluss nicht zu übersehen. An der Avenida Cristovao Colombo unweit des historischen Stadtzentrums reiht sich Pizzeria an Pizzeria. Aber auch viele Deutsche haben sich in Porto Alegre niedergelassen.

Die Stadt ist, auch was das Kulinarische angeht, typisch brasilianisch. Im Bundesstaat Rio Grande do Sul, dessen Hauptstadt Porto Alegre ist, überwiegen die legendären Churrascarias, bei denen es nach Meinung der Einwohner „das beste Fleisch“ im ganzen Land gibt. Kein Wunder - die „Rindfleisch-Nation“ Argentinien ist gerade einmal 600 Kilometer von Porto Alegre entfernt.

Derby zwischen Gremio und SC International

Angesprochen auf den Fußball sind sich die „Gauchos“, so der Name der Einwohner, ebenfalls einig, dass es weltweit kein faszinierenderes Derby als das Grenal gibt, das ewig junge Duell zwischen Gremio Porto Alegre und dem SC Internacional. „Grenal ist Grenal, unbeschreiblich“, sagte der Ex-Gouverneur von Rio Grande do Sul, Ildo Meneghetti, einst dazu.

In diesen Tagen aber will der Funke auf die Bewohner (noch) nicht so wirklich überspringen. Liegt es daran, dass die Brasilianer keines ihrer Spieler hier bestreiten werden? Oder daran, dass es seit Tagen regnet? Einzig die Argentinier und Niederländer, die in Porto Alegre jeweils ein Vorrundenspiel bestritten und gewonnen haben, machten die Stadt für einige Stunden zu einer kleinen Partymeile.

Die deutsche Nationalmannschaft und ihre Fans können sich ein Beispiel daran nehmen - sicher wird es in Porto Alegre jedenfalls sein.

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sid

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