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Neuer-Zoff: Löw wünscht schnelle Entscheidung

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Bundestrainer Jogi Löw glaubt nicht, dass das Transfertheater Auswirkungen auf Manuel Neuers Leistung haben wird. © dpa

München - Im Poker um Deutschlands Top-Torhüter streiten Schalke und Bayern jetzt um eine Handschlag-Einigung - Bundestrainer Joachim Löw würde eine zeitnahe Entscheidung im Pokerspiel um Manuel Neuer begrüßen.

“Ich bin sicher, dass sich Manuel Neuer von diesem Tauziehen nicht beeinflussen lassen wird“, erklärte Joachim Löw am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. “Natürlich wäre es gut, wenn es eine frühzeitige Entscheidung geben würde. Jetzt ist es halt eine Hängepartie“, sagte Löw kurz vor dem Saisonabschluss mit den drei Länderspielen gegen Uruguay, Österreich und Aserbaidschan.

Probleme für den umworbenen Neuer wegen des Hickhacks um seine Zukunft befürchtet Löw nicht: “Sicher möchte man, dass es jetzt irgendwann entschieden wird. Aber

Manuel Neuer

lässt sich jetzt nicht aus der Ruhe bringen oder davon in seiner

Leistung

beeinträchtigen.“

Die Eckdaten der Bundestrainer-Ära Jogi Löw

Nicht nur Löw, für den noch kurz nach dem Pokalgewinn von Schalke der Neuer-Wechsel nach München festgestanden hatten, tappt jetzt im Dunkeln: “Wo Manuel in der kommenden

Saison

spielt, liegt jetzt in der Hand der Vereine.“ Der Nationaltorwart habe ihm versichert, dass er sich trotz des Transfertheaters “auf die Länderspiele freut und keine Probleme mit der Konzentration“ habe.

Auch Miroslav Klose wird höchstwahrscheinlich am Freitag mit einer ungeklärten sportlichen Zukunft zum Treffpunkt der DFB-Auswahl nach Frankfurt am Main reisen. Für Löw ist der Routinier, der im Juni seinen 33. Geburtstag feiert, mit acht Toren in der laufenden EM-Qualifikation weiter ein Erfolgsgarant. “Miroslav Klose hat trotz der wenigen Spiele mit den Bayern immer eine gute Form - gerade bei der Nationalmannschaft. Und will sich bei uns immer besonders gut präsentieren“, lobte Löw.

Er bezog aber auch Kloses Bayern-Kollegen und -Rivalen Mario Gomez mit ein. “Ich bin froh, dass ich zwei solche Stürmer habe. Und es ist durchaus denkbar, dass sie bei passender Gelegenheit auch zusammen spielen, dass wir auch wieder mal auf ein 4-4-2-System umstellen.“

Weiter eine Rolle in Löws Plänen für den Saisonabschluss spielt auch Sami Khedira. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid wird nach seinem Muskelriss aber zumindest das Testspiel am kommenden Sonntag in Sinsheim gegen Uruguay verpassen. “Ich glaube nicht, dass es bei ihm für Uruguay reicht. Wir wollen auch kein Risiko eingehen. Der Plan könnte sein, dass er nächste Woche für Osterreich bereit ist“, sagte der Bundestrainer. In der EM-Qualifikation tritt Deutschland am 3. Juni in Österreich und vier Tage später in Aserbaidschan an.

Abwarten muss der Bundestrainer auch bei Marco Reus, für den am Mittwochabend mit Borussia Mönchengladbach das Relegations-Rückspiel gegen den VfL Bochum anstand. Der 21-Jährige, der sich im Hinspiel eine Muskelverletzung zugezogen hatte, hat schon zweimal eine DFB-Einladung wegen Verletzung absagen müssen. Insgesamt stehen noch 22 Spieler in Löws Aufgebot für die Länderspiele zum Saisonende.

dpa

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