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Abstieg: So soll es bei der Eintracht weitergehen

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Caio nach dem 1:3 © dpa

Frankfurt - Zwei Tage nach dem vierten Abstieg aus der Bundesliga haben bei Eintracht Frankfurt die Aufräumarbeiten begonnen - an vielen Ecken und Enden.

Der „Zampano Daum“, das „System Gekas“ und das „Ein-Mann-Modell“ Bruchhagen haben bei Eintracht Frankfurt ausgedient, der Bundesliga-Absteiger hat bereits am Montag die Aufräumarbeiten eingeleitet: Während der erfolglose Trainer Christoph Daum und 16-Tore-Stürmer Theofanis Gekas bei den Hessen offenbar keine Zukunft mehr haben, soll Bruchhagen die Eintracht gemeinsam mit einem neuen Manager und Coach in der kommenden Saison direkt wieder in die Bundesliga führen.

Doch die Hessen stehen unter Druck, vor allem in der Trainerfrage. „Es muss schnell gehen, das ergibt sich alleine schon daraus, dass wir am 6. oder 7. Juni wieder mit dem Training anfangen. Wir haben einen kompletten Kader mit 18 Spielern unter Vertrag, dazu drei Jugendliche. Und natürlich werden noch welche hinzukommen. Die erste Entscheidung, die jetzt fällt, ist, wer neuer Trainer wird“, sagte Bruchhagen.

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Als Nachfolger des glücklosen Daum, der in sieben Spielen nur magere drei Punkte holte und erstmals in seiner Karriere abstieg, ist unter anderem Thomas Doll im Gespräch. Doch Vorstandschef Bruchhagen verpflichtet eigentlich keine Trainer, über die bereits in den Medien spekuliert wurde. Deshalb scheint auch der Schweizer Marcel Koller derzeit keine Option mehr zu sein. Dagegen gilt Jan Schindelmeiser, ehemaliger Sportvorstand bei 1899 Hoffenheim, neben Dietmar Beiersdorfer als heißester Kandidat für den Managerposten.

Am Montag tagte am ehrwürdigen Riederwald der Eintracht-Aufsichtsrat. Der nur in Krisenzeiten auftauchende Vizepräsident Axel Hellmann hatte bereits nach der Heimniederlage in Köln mit Blick auf Bruchhagen erklärt: „Ein 'weiter so' kann es nicht geben.“ Doch Aufsichtsrats-Boss Wilhelm Bender untermauerte noch einmal, dass Bruchhagen auch in Zukunft die sportlichen Geschicke bei den Hessen leiten darf - allerdings nicht mehr alleine: „Wir sind uns mit Herrn Bruchhagen einig, die Doppellösung aufzugeben und neben ihm einen Sport-Manager zu installieren“, sagte Bender. Zunächst muss im neunköpfigen Kontrollgremium aber noch mit 7:2-Stimmen für die Vertragsverlängerung von Bruchhagen gestimmt werden.

Spannend wird auch sein, mit welchen Spielern die Eintracht in die neue Saison geht. Innenverteidiger Maik Franz soll unmittelbar vor einem Wechsel zu Hertha BSC Berlin stehen. Der bisherige Kapitän Patrick Ochs wechselt für drei Millionen Euro zum VfL Wolfsburg. Keeper Ralf Fährmann hat Angebote aus England vorliegen, will aber offenbar in Frankfurt bleiben. Caio soll zurück in seine brasilianische Heimat transferiert werden.

Halil Altintop und der Brasilianer Chris, der keine Lust auf die 2. Liga hat, können ablösefrei gehen. Und der Grieche Gekas, der nach 14 Treffern in der Hinserie in der Rückrunde nur noch zweimal traf, darf sich für eine festgeschriebene Ablösesumme in unbekannter Höhe einen neuen Klub suchen.

„Dieser Verein ist stark aufgestellt und hat genügend Substanz, um den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen“, sagte Bruchhagen, der auch an den direkten Wiederaufsteig 2004 unter Willi Reimann erinnerte: „Da ist uns die Rückkehr mit einer schwächeren Mannschaft gelungen“. Der Frankfurter Stürmer Ioannis Amanatidis forderte mit Blick auf den aktuellen Kader allerdings: „Wir müssen jetzt ausmisten.“

sid

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