Scheitern in der WM-Quali

Bilek tritt bei Tschechien zurück

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Michal Bilek ist als Nationaltrainer Tschechiens zurückgetreten. 

Prag - Kritisiert wurde er schon lange. Nun musste Tschechiens Nationaltrainer Bilek den Hut nehmen. Verbandschef Pelta nahm das Rücktrittsgesuch sofort an - noch im Turiner Stadion.

Nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation ist Tschechiens Fußball-Nationaltrainer Michal Bilek zurückgetreten. Die Tschechen verloren am Dienstagabend in Turin gegen Italien mit 1:2 und verpassten durch diese Niederlage den Sprung zur Weltmeisterschaft nach Brasilien im nächsten Jahr.

„Wir wollten uns unbedingt für die WM qualifizieren und haben es nicht geschafft“, sagte Bilek im tschechischen Fernsehen nach der Niederlage. „Ich habe meine Mission nicht erfüllt und nehme deshalb meinen Hut.“ Fußball-Verbandschef Miroslav Pelta nahm das Rücktrittsgesuch noch im Stadion in Turin an.

Bilek war vier Jahre lang Trainer der tschechischen Nationalmannschaft. Zuletzt geriet er immer mehr unter Druck, besonders nach der empfindlichen 1:2-Heimniederlage gegen Armenien am vorigen Freitag. Fans und tschechische Medien hatten schon seit langem lautstark seinen Rücktritt gefordert.

„Die Chance ist definitiv vorbei“, musste der 48-Jährige nun einräumen. Für die letzten beiden Spiele gegen Malta und Bulgarien soll nicht mehr Bilek, sondern einer der Assistenztrainer die Mannschaft führen.

„Wir wollen die Qualifikationsphase würdevoll beenden“, versprach Verbandschef Pelta. Zugleich werde er sofort mit der Suche nach einem Trainer beginnen, der eine neue Mannschaft aufbauen könne. Pelta verneinte, dass mit Bilek auch Spieler aufhören könnten. „Ich habe mit Rosicky gesprochen, und er hat Lust weiterzumachen“, sagte Pelta. Ähnlich wie Kapitän und Mittelfeld-Zauberer Tomas Rosicky hätten sich auch andere Spieler geäußert.

Bilek war von 1987 bis 1995 Mitglied der tschechoslowakischen und tschechischen Nationalmannschaft. Seine Trainerkarriere führte ihn dann unter anderem zu FK Teplice und Sparta Prag. Im Oktober 2009 beerbte er Ivan Hasek als Nationalcoach.

dpa

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