Spielerin des 1. FFC Frankfurt

Lewandowski-Berater betreut erstmals eine Frau

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Dzsenifer Marozsan bei der UEFA Frauen-EM 2013.

Kalmar - Der Spielerberater von BVB-Profi Robert Lewandowski, Maik Barthel, hat erstmals auch eine Fußball-Nationalspielerin als Klientin. Damit wäre sie die erste Fußballerin überhaupt in Barthels Portfolio.

Der Spielerberater des schlagzeilenträchtigen BVB-Stars Robert Lewandowski hat nun auch den Frauenfußball für sich entdeckt. Maik Barthel hat in Dzsenifer Marozsan erstmals auch eine Fußball-Nationalspielerin als Klientin gewonnen. Wie die „Frankfurter Rundschau“ am Mittwoch berichtete, wird Barthel die 21 Jahre alte Spielmacherin des 1. FFC Frankfurt und der DFB-Auswahl mitbetreuen. Marozsan gilt als eines der größten weiblichen Fußball-Talente im Land und setzt derzeit auch bei der Frauen-Europameisterschaft in Schweden Akzente.

Barthels Name tauchte in den Medien zuletzt immer wieder im Zusammenhang mit dem Wechseltheater um den Stürmerstar von Borussia Dortmund in den Medien auf. Der polnische Nationalspieler wollte unbedingt schon in diesem Sommer - ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags beim BVB - zu Bayern München wechseln, was letztlich am Veto der Borussia scheiterte. Die Dortmunder Verantwortlichen waren nicht gerade gut auf Lewandowskis Berater zu sprechen.

Barthel habe mit seiner „Eurosportsmanagement GmbH“ die in Budapest geborene Marozsan, deren Vater ungarischer Nationalspieler war, seit Anfang Mai unter Vertrag. Die Edeltechnikerin ist die erste Fußballerin in Barthels Portfolio. „Männer und Frauen - das macht in diesem Fall keinen Unterschied. Sie hat ein außergewöhnliches Talent und zählt zu den ganz besonderen Spielerinnen“, meinte Barthel in der „FR“.

Bisher lagen die Werberechte für Marozsan allein beim FFC-Manager Siegfried Dietrich und dessen Agentur „Sidi-Sportsmanagement“. Laut Dietrich hat er aber keine exklusiven Rechte an der Spielerin. Nun werde eine Kooperation mit Barthel angestrebt. „Grundsätzlich stehe ich einer Vernetzung offen gegenüber. Wichtig ist, dass es seriös ist und immer das Wohl der Spielerin im Vordergrund steht“, sagte der Manager der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch.

Der erfahrene Frauenfußball-Manager aus Frankfurt ist seit vielen Jahren die Nummer eins in der Branche, was Vermarktung, Sponsorenrekrutierung und seriöse Karriereplanung von Spielerinnen angeht. Dietrich leitet nicht nur die Geschicke des FFC, sondern managt auch viele Auswahlspielerinnen und ehemalige Elitekickerinnen wie die heutige DFB-Frauenfußball-Direktorin Steffi Jones, Ex-Nationalspielerin Nia Künzer, die als Expertin für die ARD arbeitet, oder auch Rekordnationalspielerin Birgit Prinz.

Was Barthel mit Marozsan, die beim FFC langfristig bis 2016 gebunden ist, beabsichtigt, ist zumindest unklar. „An Dzsenifers Vertrag ist nicht zu rütteln. Sie bleibt auf jeden Fall bis 2016“, betonte Dietrich. Er geht bisher von einer gedeihlichen Zusammenarbeit mit Barthel aus. „Ich bin Manager, kein Berater. Wir werden uns nach der EM hinsetzen und schauen, ob wir gemeinsam einige Sachen auf den Weg bringen können“, sagte Dietrich.

dpa

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