DFB-Kapitän

Lahm: Zu WM "guten Teamspirit entwickeln"

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Philipp Lahm nach dem Gewinn der League

Berlin - Für Phillip Lahm, den Kapitän des Triple-Siegers FC  Bayern und der Deutschen Nationalmannschaft bedeutet eine erfolgreiche WM-Teilnahme nicht unbedingt den Titelgewinn.

Philipp Lahm hat nach fünf Titeln in diesem Jahr mit dem FC Bayern und der souveränen WM-Qualifikation mit der Nationalmannschaft allen Grund zu einer positiven Jahresbilanz. Das Triple mit dem deutschen Rekordmeister ragt für ihn heraus.

Phillip Lahm, Kapitän des FC Bayern München  und der Nationalmannschaft, blickt nach der Titelflut für den deutschen Fußball-Rekordmeister auf eine „außergewöhnliche Saison mit außergewöhnlichen Erfolgen“ zurück. „Das Triple wird über Jahre, über Jahrzehnte in meinem Kopf sein“, sagte der 30-Jährige in einem am ersten Weihnachtsfeiertag auf der Webseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) veröffentlichten Interview.

Die insgesamt fünf Titel sollten die anderen Ereignisse im zu Ende gehenden Jahr aber nicht schmälern, meinte Lahm. „Wir haben mit der Nationalmannschaft wieder sehr erfolgreich gespielt, wir haben uns wieder als Gruppenerster und wieder vorzeitig für die WM qualifiziert. 2013 war ein sehr erfolgreiches Jahr - aus verschiedenen Perspektiven“, sagte er.

Lahm widersprach der Auffassung, dass alles andere als der Titel bei der WM im kommenden Jahr in Brasilien eine Enttäuschung sei. Das empfinde er auch als Respektlosigkeit vor der Arbeit und dem Talent anderer Nationen. „Wir wissen, wie schwierig es ist, Weltmeister zu werden. Ein WM-Sieg ist vor uns gerade mal drei deutschen Nationalmannschaften gelungen - und die Konkurrenz ist sicher nicht schlechter geworden“, unterstrich Lahm.

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Die DFB-Auswahl sei gereift in ihrer Spielweise, schon weil viele über mehr Erfahrung verfügen würden als noch bei der EM 2012. In der Entwicklung seit 2010 gebe es wesentliche Änderungen. „Wir spielen mittlerweile nicht mehr abwartend, wir wollen das Spiel selber gestalten. Wir spielen Ballbesitzfußball, wir reagieren nicht, wir agieren“, erklärte der Kapitän.

Sollte Sami Khedira nach seinem Kreuzbandriss nicht mehr fit für die WM werden, könne er zwar nicht eins zu eins ersetzt werden, „aber man kann den Verlust als Mannschaft, als Kader auffangen“, betonte der zuletzt auch häufig im defensiven Mittelfeld eingesetzte Außenverteidiger Lahm.

Die Vorfreude auf die WM sei schon jetzt groß, aber es sei noch viel Zeit. „Im März haben wir noch das Testspiel gegen Chile, danach wird bald das Fieber kommen“, prophezeite Lahm. „Für mich wäre die WM erfolgreich, wenn wir einen guten Teamspirit entwickeln, wenn wir unsere fußballerische Klasse auf den Platz bringen, wenn wir uns taktisch intelligent verhalten - und vor allem, wenn wir mit viel Begeisterung, viel Leidenschaft und viel Herz guten Fußball spielen.“

dpa

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