Labbadia im Interview: "Die größte deutsche Krisenmannschaft"

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Bruno Labbadia klatscht, während im Vordergrund die Fäuste gereckt werden

Lüttich - Im Interview spricht Bruno Labbadia, Trainer des Hamburger SV, über den Einzug ins Halbfinale der Europa League.

War das so etwas wie ein Schicksalsspiel für Sie?

Labbadia: “Schicksal ist etwas anderes. Ich war sehr entspannt, auch wenn die Bewertung so war, als sei ich der Blindeste. Ich stand letztes Jahr mit Leverkusen im DFB-Pokalfinale, jetzt mit dem HSV im Europa-League-Halbfinale - das ist es, was mich antreibt. Das Wichtigste ist, sich von den negativen Schlagzeilen nicht beeinflussen zu lassen und als Trainer voranzugehen.“

Wie erleichtert sind Sie?

Labbadia: “Die größte Krisenmannschaft Deutschlands steht im Halbfinale. Ich weiß gar nicht, ob das jemand merkt. Die Stimmung in Hamburg war wie beim Tabellen-18. Ich bin sehr erleichtert, dass wir gewonnen haben auch für Deutschland mit Blick auf die Fünf-Jahres- Wertung. Schade, dass Wolfsburg nicht weitergekommen ist, dann hätten wir mit Italien gleichziehen können.“

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Kann der Erfolg auch für die Bundesliga einen Schub geben?

Labbadia: “Die Mannschaft hat das grandios gemacht, wir haben den Ball laufen lassen und waren abgezockt. Ich wusste schon lange, dass wir nicht immer die Konstanz haben werden - das liegt daran, dass wir ständig vier bis fünf Führungsspieler aus dem Training nehmen mussten. Das schöne Gefühl sollten wir nun mitnehmen.“

Hat sie das Tor von dem sogenannten “Flaschenwerfer“ Paolo Guerrero besonders gefreut?

Labbadia: “Ich habe mich vor allem für einen Spieler gefreut, der sieben Monate verletzt war und für Paolo besonders. Man sollte Menschen immer eine zweite Chance geben.“

Aufgezeichnet von Britta Körber, dpa

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