Vor Nord-Süd-Duell

Kreuzer provoziert die Bayern

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Oliver Kreuzer.

Hamburg - HSV-Sportchef Oliver Kreuzer war jahrelang Abwehrspieler des FC Bayern und sollte eigentlich wissen, dass man den Rekordmeister nicht extra anstacheln sollte.

Mit einer etwas unbedarften Äußerung hat HSV-Sportchef Oliver Kreuzer den FC Bayern München vor dem Bundesliga-Gastspiel in Hamburg unnötig provoziert. „Der Stachel sitzt tief beim FC Bayern nach der Pleite gegen Real. Die werden sicher keine große Lust haben, am Freitag in den Flieger nach Hamburg zu steigen. Wir können und wollen die Bayern ärgern“, sagte der frühere Bayern-Verteidiger im Radio-Interview mit NDR 90,3.

Allerdings machte ausgerechnet FCB-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer den Hamburgern Mut vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) - mit höhnischen Worten über den eigenen Club. „Das ist die beste Chance für den HSV. Wenn der HSV diese Chance nicht nutzt, gegen eine so angeschlagene Mannschaft wie den FC Bayern zu gewinnen, dann gehören sie in die zweite Liga“, sagte der 68-Jährige dem Pay-TV-Sender Sky: „Dass die Bayern im Moment ein bisschen neben sich stehen, das wissen wir seit Wochen. Sie haben sich nach der gewonnenen Meisterschaft eine Auszeit genommen und in der sind sie immer noch. Sie sind in einer Phase, wo sie nicht imstande sind, mehr zu leisten.“

HSV-Kapitän Rafael van der Vaart äußerte sich dagegen respektvoller über den entthronten Triple-Sieger: „Wir hoffen natürlich, dass sie angeschlagen sind. Sie werden hier aber trotzdem keine Geschenke verteilen. Wir brauchen einen Supertag.“ Der 31-Jährige rechnet fest mit seinem Comeback am Samstag: „Ich habe jetzt zwei Tage trainiert und fühle mich gut“, sagte der umstrittene Mittelfeldregisseur, der zuletzt wegen einer Wadenzerrung hatte pausieren müssen.

Seine angeblichen Wechselabsichten zu Ajax Amsterdam dementierte der niederländische Nationalspieler: „Ich habe keinen Kontakt zu Ajax. Also, natürlich habe ich Kontakte nach Amsterdam, aber die haben nichts damit zu tun, dass ich da nächste Saison spielen will.“ Über seine HSV-Zukunft im Falle des Abstiegs wollte er sich nicht äußern: „Ich habe mir über die Zweite Liga noch keine Gedanken gemacht.“

Kreuzer zeigte sich entgegen jüngster Aussagen („Man muss berechtige Zweifel an einem positiven Ausgang haben“) nun wieder optimistisch im Kampf um den Klassenverbleib des Tabellen-16.: „Wir sind in einer ernsten Situation, aber weit davon entfernt, die Löffel wegzuschmeißen.“ Er betonte: „Wir haben bessere Möglichkeiten als Nürnberg und Braunschweig am Ende den Relegationsplatz zu erreichen.“

Die HSV-Anhänger planen unterdessen am 1. Mai erneut einen Marsch zum Training der Profis. Positive Nachrichten gab es von Hakan Calhanoglu und Marcell Jansen zu vermelden: Beide kehrten am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurück. Calhanoglu hat seine durch einen Schlag ans Knie erlittene Blessur überwunden. Jansen ist nach seiner allergischen Reaktion ebenfalls wieder voll belastbar. Dagegen plagt Innenverteidiger Heiko Westermann weiter ein grippaler Infekt.

dpa

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