Schmiergeldzahlungen im großen Stil 

Korruptionsskandal: WM-Stadien in Brasilien im Visier

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Bauarbeiter vor dem noch nicht fertiggestellten Stadion Carioca 1 in Rio de Janeiro. 

Rio de Janeiro - Bereits während der Weltmeisterschaft sah sich die brasilianische Regierung massiven Protesten ausgesetzt. Nun ist ein weiterer Korruptionsskandal dazu gekommen. 

Bei mehreren Stadienbauten für die Fußball-WM 2014 in Brasilien soll es bei der Auftragsvergabe zu Schmiergeldzahlungen gekommen sein. Die Bundespolizei startete am Freitag die Operation „Fair Play“ und nahm von dem führenden Baukonzern Odebrecht gebaute Arenen ins Visier, berichtete das Online-Portal „O Globo“.

Im Fokus stehe die Arena in der nord-brasilianischen Metropole Recife, wo Deutschland auf dem Weg zum WM-Titel sein letztes Gruppenspiel gegen die USA (1:0) bestritt. Dort sei auch eine Behörde der Regierung des Bundesstaates Pernambuco durchsucht worden, ebenso Büros von Odebrecht in São Paulo.

Der Chef des von deutschen Einwanderern gegründeten Konzerns sitzt in Haft. Odebrecht war auch am Umbau des Maracanã in Rio de Janeiro beteiligt. Viele Politiker sollen über Jahre für Bauvergaben geschmiert worden sein.

dpa

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