BVB-Coach äußert sich zu DFB-Gerüchten

Klopp über Götze: "Gefühlt noch mein Spieler"

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Jürgen Klopp fühlt noch mit Mario Götze mit.

München - Jürgen Klopp scheut einen dauerhaften Vergleich mit dem FC Bayern. Er ist sich aber sicher, dass der BVB weiter ein unangenehmer Gegner sein kann. Trotzdem übt er sich in Understatement.

Trainer Jürgen Klopp von Vizemeister Borussia Dortmund hat den Weggang von Starspieler Mario Götze zu Triple-Sieger Bayern München endgültig verarbeitet. „Wir empfinden das heute nicht mehr als Verlust, weil wir uns schon neu orientiert haben und alles okay ist für uns“, sagte der 46-Jährige im „Doppelpass“ von Sport1.

Allerdings leidet er immer noch ein wenig mit dem Nationalspieler, der den BVB für 37 Millionen Euro Ablöse in Richtung FC Bayern verlassen hatte. Klopp: „Wenn Mario so gefoult wird wie im Spiel gegen Chelsea von Ramires, dann zieht sich bei mir innerlich immer noch jeder Muskel zusammen. Auch wenn er bei Bayern München spielt, ist er gefühlt immer noch mein Spieler. Das wird sich legen im Laufe der Zeit.“

Der Tag, als er erfahren habe, dass Götze wechselt, „war echt kein guter Tag“. Er habe einfach nicht damit gerechnet. „Man muss die sportliche und die menschliche Komponente unterscheiden. Den sportlichen Verlust dürfen wir gar nicht empfinden. Wir glauben, das aufgefangen zu haben“, betonte „Kloppo“.

Klopp stellte außerdem klar, dass er derzeit nicht mit dem Bundestrainerposten liebäugele: „Ich würde meinen Vertrag dafür nicht brechen. Also müsste ich frei sein und der DFB müsste mich dann trotzdem noch wollen.“

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Er glaubt, dass sein Team „stärker als im letzten Jahr“ besetzt ist. „Ob das aber der stärkste Kader aller Zeiten ist, weiß ich nicht“, meinte der Ex-Profi. Mit den Neuzugängen hätten die Schwarz-Gelben „einen guten Griff gemacht. Es passt charakterlich und von der Qualität her“.

Im Duell mit Titelverteidiger Bayern sieht der Coach sein Team keineswegs auf verlorenem Posten: „Wenn wir auf sie treffen, können wir wirklich unangenehm sein. Das hat nicht nur der Supercup gezeigt, sondern das wissen wir aus der Vergangenheit. Wir halten uns nicht für chancenlos.“

Aber grundsätzlich sei es völlig egal, „wie groß der Unterschied zu Bayern München ist. Aber wir tun uns das nicht an, uns selbst in die Favoritenrolle zu heben. Nicht weil wir damit kokettieren, sondern weil wir das nicht so empfinden“. In der Liga gebe es nicht nur die Bayern und den BVB, „dazu sind Leverkusen und Schalke zu stark“.

sid

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