Denkbare Option

WM in Katar: Niersbach schlägt Januar 2023 vor

+
"Bei einer Probeabstimmung bei der UEFA kam beispielsweise der Januar 2023 als eine denkbare Option heraus." Das sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zur umstrittenen WM in Katar.

Frankfurt/Main - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (63) hat in der Diskussion um den Termin für die umstrittene Weltmeisterschaft 2022 in Katar den Jahresbeginn 2023 ins Gespräch gebracht.

„Bei einer Probeabstimmung bei der UEFA kam beispielsweise der Januar 2023 als eine denkbare Option heraus“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Die Verträge des Fußball-Weltverbandes FIFA seien zwar alle für das Jahr 2022 unterzeichnet, „aber ich würde diese Option nicht ausschließen.“ Die FIFA würde auf diese Weise zudem einer Konkurrenz mit den Olympischen Winterspielen im Februar 2022 aus dem Weg gehen, die sich bei einer aufgrund der Hitze in den Sommermonaten im Raum stehenden Verlegung ins Frühjahr 2022 ergeben würde. Auch die Variante, „nahe an Weihnachten 2022 heran zu spielen“, sei eine Diskussion wert.

Niersbach bekräftige zudem seine Kritik an der WM-Vergabe an das Emirat am Persischen Golf. „Bei allem Respekt für das Land, das auf demokratischem Wege den Zuschlag bekommen hat, solange keine Fakten das Gegenteil beweisen: Diese WM-Bewerbung hätte man nicht annehmen dürfen“, sagte der 63-Jährige: „Die UEFA käme auch nicht auf die Idee, eine Großveranstaltung wie die EM auf Zypern zu veranstalten. Die Dimension einer WM ist für Katar einfach zu groß. Und da habe ich noch nichts zu der Hitze und den nicht tolerierbaren Bedingungen für die Gastarbeiter gesagt.“

sid

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare