Dortmunder angriffslustig

Reus kündigt den Bayern harten Kampf an

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Marco Reus.

Dortmund - 25 Punkte Vorsprung zum Zweitplatzierten gab es in der 50-Jährigen Geschichte der Bundesliga noch nie - bis in der vergangenen Saison. Wiederholen soll sich das aber nicht, wenn es nach BVB-Star Marco Reus geht.

Nach dem fast chancenlos verlorenen „Kampf der Giganten“ in der vergangenen Spielzeit gegen Triple-Gewinner Bayern München geht Borussia Dortmund extrem ehrgeizig in die kommende Saison der Fußball-Bundesliga. „25 Punkte Rückstand wird es nicht mehr geben“, sagte Nationalspieler Marco Reus dem kicker: „Am 10. August beginnt für uns eine neue Saison, wir greifen wieder an. Wir hatten lange genug Zeit, uns darüber zu ärgern, was wir im vergangenen Jahr in der Bundesliga falsch gemacht haben.“

Allerdings, sagte der 24-Jährige, gebe es „eine ganze Reihe sehr guter Mannschaften. Schalke hat sich auch in der Breite enorm verstärkt. Leverkusen hat zwar Andre Schürrle verloren (zum FC Chelsea, d. Red.), aber richtig gute neue Leute geholt.“ Zudem werde es „wieder ein Überraschungsteam geben wie zuletzt Freiburg - oder Gladbach im Jahr davor“.

Reus: "Jeder Gegner hat es schwer, uns zu schlagen."

Der ehemalige Gladbacher glaubt aber nicht, dass die Bayern mit ihrem neuen Trainer Pep Guardiola Startschwierigkeiten haben werden - „was in München passiert, interessiert uns ohnehin weniger“, sagte Reus: „Wir konzentrieren uns auf unser Team. Und dann hat es jeder Gegner schwer, uns zu schlagen.“

Der Wechsel seines kongenialen Partners Mario Götze Richtung München sei längst überwunden. „Ihn zu ersetzen wird nicht einfach werden. Es bringt aber nichts, darüber zu jammern“, sagte Reus: „Wir haben so viel Klasse im Kader, dass wir seinen Weggang auffangen müssen und dies auch können. Wenn wir demnächst gegen ihn spielen, werden wir eben versuchen, ihn zu stoppen.“

Helfen sollen dabei auch die neuen Stars in Dortmund. Offensiv-Allrounder Pierre-Emerick Aubameyang (24/AS St. Etienne/13 Millionen Euro) und Sokratis (25/Werder Bremen/9,5 Millionen Euro) wurden am Wochenende vorgestellt. Der Transfer des Armeniers Henrich Mchitarjan (24) von Schachtjor Donzek für rund 25 Millionen Euro soll ebenfalls so gut wie über die Bühne sein.

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In der vergangenen Saison habe der BVB „in entscheidenden Phasen einfach nicht konzentriert genug gespielt“, sagte Reus. Punkte verloren habe der Meister von 2011 und 2012 aber eben nicht gegen Bayern München (zwei Unentschieden), sondern „nur gegen andere Teams. Gegen sie müssen wir besser abschneiden. Das muss unser Ziel sein“, sagte Reus.

Bei persönlichen Zielen bleibt der Nationalspieler gewohnt bescheiden. Mit dem Begriff Stammspieler in der Auswahl von Joachim Löw „kann ich nicht viel anfangen“, sagte Reus: „Der Bundestrainer kann aus mehr als 20 Klassespielern auswählen.“ Bei der WM 2014 in Brasilien sei indes „keine Mannschaft der Welt unverwundbar“, sagte er: „Um Spanien zu schlagen, muss aber schon sehr viel passen.“

SID

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