Champions League

Juve braucht Sieg in der "Hölle von Istanbul"

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Das Hinspiel in Turin zwischen Juve und Galatasaray endete 2:2.

Rom - Alle drei italienischen Vereine bangen vor dem letzten Spieltag in der Champions League noch ums Weiterkommen. Milans Ausgangsposition ist komfortabel, Juve und Neapel müssen bangen.

Mit der Superserie von sieben gewonnenen Ligaspielen im Rücken und „ohne Angst“ will Juventus Turin in der Champions League seine letzte Chance nutzen. „Wir wissen, dass es ein Finale wird und wir sind uns bewusst, dass das Spiel die Weggabelung für die Saison ist“, kündigte Verteidiger Giorgio Chiellini selbstbewusst an. „Wir werden gut vorbereitet dort ankommen.“ In der „Hölle von Istanbul“, wie die „Gazzetta dello Sport“ das Stadion von Gegner Galatasaray bezeichnete, braucht der italienische Fußball-Meister am Dienstag (20.45 Uhr) mindestens einen Punkt zum Einzug ins Achtelfinale.

Weitaus schlechter ist die Ausgangssituation für Ligakonkurrent SSC Neapel, der in der Gruppe F einen hohen Sieg gegen den FC Arsenal benötigt oder auf eine Niederlage von Borussia Dortmund in Marseille hoffen muss. Und auch das dritte italienische Team, der AC Mailand, ist längst nicht sicher im Achtelfinale. Gegen Ajax Amsterdam brauchen die Rossoneri mindestens ein Remis. Italiens Fußball droht das kollektive Königsklassen-Aus: Eine K.o.-Runde in der Champions League ohne Serie-A-Team gab es zuletzt in der Saison 2001/02.

Die größten Hoffnungen der Italiener ruhen international auf Juve, obwohl der souveräne Serie-A-Tabellenführer sich in der Königsklasse bislang schwach präsentierte. „Ohne Angst und indem wir 100 Prozent geben, werden wir eine Runde weiterkommen“, prophezeite Stürmer Fernando Llorente vor dem Spiel. „In Istanbul wird es so sein, wie um dein Leben zu spielen, und wir sind bereit dafür“, versprach der frühere Leverkusener Arturo Vidal. Trainer Antonio Conte fügte hinzu: „Es wird ein Match ohne Rückkehr, für uns und für sie.“

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Galatasaray-Trainer Roberto Mancini hat zwar Respekt vor seinen Landsleuten, glaubt aber an die Chance seines Teams. „Wir spielen zu Hause, das ist ein Vorteil, außerdem kann in einem Fußballspiel alles passieren“, urteilte er. Vor allem die fanatischen Fans der Türken beunruhigen den italienischen Rekordmeister. „In Istanbul wird es hart, Galatasaray hat einen ausgezeichneten Trainer und ein sehr hitziges Stadion“, warnte Torhüter Gianluigi Buffon.

Während Juve in der Liga von Sieg zu Sieg eilt, verpatzten Milan und Neapel ihre Generalproben für die entscheidenden Duelle in der Königsklasse. „Wir müssen uns verbessern und gegen Ajax anders auftreten“, forderte Milan-Coach Massimiliano Allegri nach dem enttäuschenden 2:2 in der Liga gegen den AS Livorno. Immerhin hat Stürmerstar Mario Balotelli in den vergangenen beiden Ligapartien wieder getroffen, nachdem er zuvor wochenlang auf ein Tor warten musste.

Beim SSC Neapel herrscht trotz des dritten Platzes in der Serie A Krisenstimmung. Nur eins der vergangenen fünf Spiele hat das Team von Coach Rafael Benitez gewonnen, zuletzt gab es in der Serie A am Samstag trotz 2:0-Führung nur ein 3:3 gegen Udinese Calcio. „Benitez unter Beschuss, die Abwehr schlägt Leck“, kommentierte die „Gazzetta dello Sport“ nach zuletzt 16 Gegentoren in acht Spielen für die Süditaliener und sagte voraus: „Rafa, es gibt noch viel Arbeit!“

dpa

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