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Italien-Hit: Dortmunder hoffen - Bayern gefordert

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Bundestrainer Jogi Löw. © dpa

Dortmund - Mit einem Fußball-Kinofilm, Werbeaufnahmen und dem ersten Training begann Bundestrainer Löw den Countdown für den Italien-Hit.

Für Oliver Bierhoff ist es ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Titelreife - für die Dortmunder Jungstars um Supertalent Mario Götze könnte der Italien-Hit zum persönlichen Meilenstein werden. “Einerseits ist man aufgeregt, anderseits freut man sich, vor heimischer Kulisse aufzulaufen, wenn mich der Trainer einwechseln sollte“, erklärte der 18 Jahre alte Götze am Montag bei seiner ersten großen Pressekonferenz in der Sportschule Kaiserau, wo Joachim Löw die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf den 30. Klassiker gegen den viermaligen Weltmeister vorbereitet.

“Italien ist eine richtig starke Mannschaft, das hat man 2006 gesehen“, erinnerte Götze an den

WM

-Halbfinal-K.o. des

DFB

-Teams vor viereinhalb Jahren, den er als 14-Jähriger am Fernseher erlebte. Bei den Beteiligten von damals nagen vor dem ersten

Wiedersehen

mit den Italienern natürlich noch immer Wut und Ärger. “Man spürt den Hunger bei den Spielern, sie sind sauer, dass sie es nicht bis ganz nach oben geschafft hatten“, berichtete Teammanager Oliver Bierhoff. Und Per Mertesacker, der an jenem 4. Juli 2006 in

Dortmund

beim 0:2 nach Verlängerung die späten Gegentore auch nicht verhindern konnte, erzählte: “Da kommen natürlich

Erinnerungen

hoch, die man als junger

Spieler

gemacht hat.“

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Eine Hauptrolle hat der Bundestrainer für sein neues Juwel Götze bei der Revanche am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) in Dortmund zunächst nicht vorgesehen. Die sollen nach längerer Pause vor allem wieder die WM-Asse von Südafrika übernehmen - besonders die in der Bundesliga gerade in Köln K.o. gegangenen Bayern. “Sicher ist da nicht die große Euphorie da, aber sie sind erfahrene und gestanden Spieler, die nicht sofort umkippen, wenn es nicht so läuft“, erklärte Bierhoff zur geforderten Führungsrolle von Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Miroslav Klose.

“Unser letzter Sieg gegen Italien liegt schon 16 Jahre zurück“, betonte Löw, der nach der Absage von Mario Gomez (Knie) in seinem noch 21-köpfigen Kader am Montag mit dem ersten Training und einer besonderen Filmstunde die Vorfreude schüren wollte. Bei einer Vorpremiere des Kinofilms “Der ganz große Traum“ durfte Hauptdarsteller Daniel Brühl (“Good bye, Lenin“, “Inglourious Basterds“) den Nationalspielern seine persönliche Sicht mitteilen, wie der Fußball eigentlich nach Deutschland gekommen sein soll. 

Für die sportliche Leitung ist der Länderspiel-Auftakt 2011 nicht nur die Generalprobe für die am 26. März in Kaiserslautern gegen Kasachstan anstehende nächste EM-Qualifikations-Aufgabe. Der Test gegen die Italiener soll das deutsche Team auf dem Weg zur Titelreife 2012 voranbringen. “Unsere Aufgabe ist es, dass wir dann den anderen Mannschaften das eine Prozent voraus haben“, erklärte Bierhoff.

Ein kleines Fragezeichen gibt es noch um die körperliche Verfassung von Sami Khedira (Knieprellung), der am Sonntag beim 4:1 von Real Madrid gegen San Sebastián nur auf der Bank gesessen hatte und direkt nach dem Spiel gemeinsam mit seinem Clubkollegen Mesut Özil nach Deutschland geflogen war. “Zumindest bis jetzt gab es nur gute Rückmeldungen. Die, die da sind, können spielen“, berichtete Bierhoff, der allerdings am Montag mehr mit Marketing-Aktivitäten beschäftigt war. Nationalspieler und Nationalspielerinnen posierten gemeinsam für Werbespots für die Frauen-WM im Sommer vor der Kamera.

Bierhoff weiß, dass bei der ersten Mission des Jahres durchaus Gefahren lauern. “Wir haben eine erfolgreiche und begeisternde WM gespielt und unglaublich reif in der EM-Qualifikation weitergemacht. Das dürfen wir nicht leichtfertig vergeben“, forderte der Manager und warnte vor Italien: “Das ist zwar nicht mehr die Mannschaft der ganz großen Namen, wie sie es 2006 war. Aber die Italiener werden sicher sehr geordnet und konzentriert gegen uns spielen.“

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Von den fünf jungen Dortmunder Aufsteigern im Löw-Kader dürfen sich Marcel Schmelzer auf der linken Abwehrseite - seit Jahren die Problemposition im DFB-Team - und Mats Hummels als Innenverteidiger die größten Chancen auf einen Startplatz ausrechnen. Götze hat auf seinen möglichen Positionen im offensiven Mittelfeld den 83-maligen Nationalspieler Lukas Podolski, WM-Torschützenkönig Thomas Müller und Özil vor sich, der inzwischen auch bei Real Madrid als Juwel angesehen wird. “Sie sind nicht so leicht zu verdrängen“, sagte Löw zur neuen Konkurrenzsituation im Team.

dpa

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