Pokal-Derby

Ibra und Lukaku: Stürmer-Streit bewegt Italiens Fans

Aggression
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Gerieten während des Pokal-Derbys nicht nur verbal aneinander: Zlatan Ibrahimovic vom AC Mailand (l) und Romelu Lukaku von Inter Mailand. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa

Rom (dpa) - Nach dem Pokal-Kracher zwischen Inter und AC Mailand bestimmt der heftige Disput der beiden Goalgetter Zlatan Ibrahimovic und Romelu Lukaku die Schlagzeilen im italienischen Fußball.

Als «beschämend» und «rustikal» bezeichnete das Sport-Blatt «Corriere dello Sport» den Streit der beiden Stars am Tag nach dem 2:1-Sieg von Inter Mailand. «Bitte lasst uns nicht versuchen, die Position des einen oder anderen zu beschönigen: Sie haben beide Fehler gemacht», kommentierte die Zeitung weiter.

Der Belgier Lukaku und der Schwede Ibrahimovic hatten sich während der Partie immer wieder Wortgefechte geliefert. Mittendrin rumpelten die beiden sogar mit ihren Köpfen aneinander. Auf Twitter teilten die Fans tausendfach die Fotos von der Kopfnuss. Beide Spieler wurden verwarnt. Ibrahimovic flog in der zweiten Hälfte schließlich mit Gelb-Rot vom Platz. «Verrückte Schlägerei» titelte die «Gazzetta dello Sport» dazu.

Ibrahimovic wies jede Form von Rassismus von sich gewiesen. «In Zlatans Welt ist kein Platz für Rassismus», schrieb der 39 Jahre alte Stürmer des AC Mailand auf Twitter. Auf «Ibra»-typische Art ergänzte er: «Wir sind alles Spieler, manche besser als andere.» Dazu verlinkte er auf ein Video, das er im vergangenen Jahr auf Instagram geteilt hatte. Zu sehen sind darin ein schwarzer und ein weißer Junge, die glücklich aufeinander zu rennen und sich umarmen. «Wir sind eins», hatte Ibrahimovic damals dazu geschrieben.

Inter Mailand konnte sich in dem packenden Stadtderby durch ein spätes Tor den Einzug in das Halbfinale des italienischen Fußball-Pokals sichern. Die Mannschaft besiegte im Giuseppe-Meazza-Stadion durch ein Freistoßtor des Dänen Christian Eriksen in der Nachspielzeit den Stadtrivalen. In der Serie A sind die beiden Mailänder Teams derzeit das Maß aller Dinge und führen die Tabelle an.

© dpa-infocom, dpa:210127-99-188927/3

Kommentar Corriere dello Sport

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