„Unwürdiges Verhalten“

Uli Hoeneß droht Ausschluss aus Hall of Fame

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Hier nahm Uli Hoeneß im Jahr 2009 die Auszeichnung der Stiftung Deutsche Sporthilfe entgegen.

Berlin - Nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung droht dem ehemaligen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß nun auch der Ausschluss aus der Hall of Fame des deutschen Sports.

Vorstand und Aufsichtsrat der Stiftung Deutsche Sporthilfe beschäftigen sich nach dpa-Informationen bereits mit dem Fall. Der zurückgetretene Präsident des FC Bayern München wäre damit der erste von bisher 70 herausragenden Athleten und Persönlichkeiten aus dem Sport mit Leitbildfunktionen, der seinen Platz in der von der Stiftung 2006 begründeten Ruhmeshalle räumen müsste.

Dort hatte ihn die Sporthilfe 2009 aufgenommen unter der Überschrift „Fußball-Manager mit sozialem Gewissen“. Als Maßstab für einen möglichen Entzug gilt für die Sporthilfe der Paragraf §4 des staatlichen Gesetzes über „Titel, Orden, Ehrenzeichen“. Danach würde ein „unwürdiges Verhalten“, insbesondere das Begehen einer entehrenden Straftat, zum Ausschluss führen, wenn ein Gericht auf eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr entscheidet. Hoeneß wurde zu dreieinhalb Jahren Haft wegen millionenschwerer Steuerhinterziehung verurteilt.

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

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Die Hall of Fame ist nach der Vorstellung der Sporthilfe ein „Forum der Erinnerung an Menschen, die durch ihren Erfolg im Wettkampf oder durch ihren Einsatz für Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben“.

dpa

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