Hertha-Beben

Hertha-Beben! Dardai wird Nachfolger von Labbadia - Vertragslaufzeit überrascht

Pal Dardai und Burno Labbadia Arm in Arm
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Pal Dardai (l.) übernimmt das Amt von Bruno Labbadia als Coach von Hertha BSC.

Hertha BSC zieht bei Bruno Labbadia die Reißleine und trennt sich von dem Trainer. Ein alter Bekannter übernimmt länger als zunächst angenommen.

  • Hertha BSC und Bruno Labbadia gehen getrennte Wege - das 1:4 gegen Bremen markierte das letzte Spiel des 54-Jährigen nach rund neun Monaten.
  • Der Rauswurf Labbadias hatte sich bereits nach der Pleite gegen Bremen angedeutet - doch neben dem Trainer muss auch Manager Michael Preetz seinen Hut nehmen.
  • Die Nachfolger für Trainer und Manager stehen nun auch fest. Pal Dardai und Arne Friedrich übernehmen.

Update vom 25. Januar, 15.11 Uhr: Nun ist es offiziell! Pal Dardai kehrt zurück auf die Trainerbank bei Hertha BSC. Der Ungar hatte die sportlichen Geschicke der Alten Dame bereits von 2015 bis 2019 geleitet.

Dardai wird dabei von Ex-Hertha-Star Andreas „Zecke“ Neuendorf und Admir Hamzagic assistiert. Beiden waren bereits zuvor schon Co-Trainer des 44-Jährigen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Pal Dardai den Trainer für uns gewinnen konnten, der bereits nachgewiesen hat, dass er eine Mannschaft in einer für Hertha BSC herausfordernden Situation führen und stabilisieren kann“, wird Geschäftsführer Carsten Schmidt in der Pressemitteilung zitiert.

„Das war sicher nicht mein Plan, dass ich nun wieder von der U16 auf die Trainerposition bei den Profis wechseln werde“, erklärt Dardai: „Ich brauche aber auch niemandem zu erklären, was Hertha BSC für mich bedeutet. Daher war es gar keine Frage für mich, dass ich in dieser Situation aushelfe.“

Sein Vertrag läuft bis Sommer 2022, was etwas überraschend ist. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass er die Hertha nur bis Sommer übernimmt und anschließend ein „renommierterer“ Coach kommt.

Hertha BSC: Rauswurf von Preetz und Labbadia! Nachfolger steht bereits fest

Update vom 24. Januar, 14.19 Uhr: Während Arne Friedrich nun zunächst Michael Preetz bei Hertha BSC ersetzt, steht der Nachfolger von Bruno Labbadia noch nicht fest. Allerdings wird dieser wohl am Montag bekannt gegeben.

„Morgen ist ein guter Tag“, sagte Hertha-Geschäftsführer Carsten Schmidt am Sonntag in einem digitalen Mediengespräch. Zuvor hatte der 57-Jährige bereits bestätigt, dass Ex-Coach Pal Dardai zu den Kandidaten gehört. „Wir wollen am Dienstag jemanden auf dem Platz haben, der uns zusammenschweißt und in die Lage versetzt, am Wochenende bei Eintracht Frankfurt was zu holen“, sagte Schmidt.

Update vom 24. Januar, 12.52 Uhr: Das Hertha-Beben geht in die nächste Runde! Wie mittlerweile von Vereinsseite offiziell bestätigt wurde, ist neben Labbadia auch Manager Michael Preetz freigestellt worden.

Auch die Entlassung von Preetz kommt nicht wirklich überraschend. Über seinen Abgang wurde in den vergangenen Wochen ebenfalls spekuliert.

Hier ein Auszug der offiziellen Pressemitteilung: „Nach den enttäuschenden Ergebnissen und der negativen sportlichen Entwicklung der vergangenen Wochen hat sich das Präsidium von Hertha BSC nach eingehenden Beratungen dazu entschlossen, sich mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Sport Michael Preetz zu trennen.“

Ex-Nationalspieler Arne Friedrich wird die Preetz-Nachfolge als Sportdirektor bei der Hertha übernehmen.

Bruno Labbadia fliegt bei Hertha BSC raus - Nachfolger steht bereits fest

Erstmeldung vom 24. Januar 2021: München - Laut übereinstimmenden Medienberichten ist die Entlassung von Bruno Labbadia bei Hertha BSC offiziell. Ex-Berlin-Trainer Pál Dárdai soll bis Ende der Saison übernehmen. Dárdai trainiert aktuell die U16 von Hertha BSC. Ob Dárdai auch als Langzeitlösung in Betracht gezogen wird, ist unklar. Zahlreiche Kandidaten werden als Nachfolger gehandelt - ein Trainer war auch beim FC Bayern im Gespräch.

Die Bild will erfahren haben, dass sich Labbadia am Sonntagmorgen um 09.30 Uhr bei seinen Spielern vor Trainingsbeginn offiziell verabschiedet hat. Bereits vor dem Spiel gegen Bremen stand der 54-Jährige beim Hauptstadtklub in der Kritik - das deutliche 1:4 gegen Werder Bremen brachte dann das Fass zum Überlaufen.

Labbadia bei Hertha BSC rausgeworfen - die letzten Ergebnisse brachten das Fass zum Überlaufen

Berlin findet sich nach der Pleite auf einem enttäuschenden 14. Tabellenplatz wieder - mit genauso vielen Punkten (17) wie Aufsteiger Arminia Bielefeld. Aktuell trennt die „Alte Dame“ lediglich zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. Hinzu kommt noch das Pokal-Aus gegen Eintracht Braunschweig in der 1. Runde. Viel zu wenig für die Ambitionen der Hertha und Investor Lars Windhorst, der vor der Saison das Ziel Europa ausgegeben hatte.

Damit leitete Labbadia gerade mal gute neun Monate die Geschicke der Berliner Mannschaft. Um 12.30 Uhr will er auf einer Pressekonferenz zusammen mit Manager Michael Preetz Stellung zu seinem Aus beziehen. Zuvor hatte die Bild berichtet, dass auch Preetz vor dem Aus bei der Hertha steht. Noch gibt es hierzu kein Update.

Hertha BSC trennt sich von Bruno Labbadia - letzte Spiele „eine einzige Enttäuschung“

Bereits unmittelbar nach der Niederlage gegen Bremen deuteten Aussagen von Spielern, dem Trainer selbst und Verantwortlichen auf eine baldige Entlassung hin. Abwehrspieler Niklas Stark etwa stellte sich nach Abpfiff nicht vor seinen Trainer und sagte: „Dazu will ich mich nicht äußern, das ist nicht meine Sache. Ich gebe jeden Tag 100 Prozent und versuche, mit der Mannschaft da unten rauszukommen. Das ist nicht meine Frage.“

Labbadia selbst zeigte sich verständlicherweise sehr enttäuscht: „Natürlich fehlen uns momentan die Argumente. Wir sind die Letzten, die irgendetwas schönreden. Wir haben eine brutale Enttäuschung. Das ist ein Scheißgefühl.“ Noch am Samstagabend redete Preetz im ZDF-Sportstudio Klartext und meinte, die letzten Ergebnisse seien eine „einzige Enttäuschung“ gewesen. Eine Trennung zwischen der Hertha und Labbadia war zu diesem Moment wohl bereits beschlossene Sache. (kus)

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