DFB sucht Löw-Nachfolger

Wird Hansi Flick neuer Bundestrainer? Bayern-Coach sagt unter dieser Bedingung „Ja“

Bayern-Trainer Hansi Flick lächelt in die Kamera und macht eine verabschiedende Geste.
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Bayern-Trainer Hansi Flick könnte neuer Bundestrainer beim DFB werden.

Hansi Flick ist beim DFB Wunschkandidat auf die Nachfolge von Bundestrainer Jogi Löw. Seine Zusage knüpft der Bayern-Coach an eine Bedingung.

München - Hansi Flick* wird den FC Bayern* am Saisonende auf eigenen Wunsch vorzeitig verlassen - das ist beschlossene Sache. Offen ist aber weiterhin, wo der Trainer ab Sommer arbeiten wird. Alles deutet auf einen Wechsel zum DFB* hin.

Flick gilt als Wunschkandidat auf die Nachfolge von Bundestrainer Jogi Löw, der sein Amt nach der EM zur Verfügung stellt. Doch Flick hat auch andere Optionen. Eine Rückkehr zum DFB knüpft der 56-Jährige an eine Bedingung.

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FC Bayern: Flick denkt an Zukunft - beim DFB?

Das letzte große Ziel ist erreicht. Hansi Flick hat die Bayern zur neunten Meisterschaft in Folge geführt. Noch zwei Spiele in der Bundesliga, dann ist seine Zeit beim FC Bayern beendet. In nur 18 Monaten hat Flick die Mannschaft zu sieben Titeln geführt.

„Wir haben sieben Titel geholt, da kann man schon sagen, jetzt ist es gut und man geht einen anderen Weg“, sagte Flick im Rahmen der Partie gegen Mönchengladbach. Er zeigte sich „sehr zufrieden“ und „dankbar“, und betonte versöhnlich: „Es war herausragend, es war so eine schöne Zeit.“ Dass ein Bayern-Trainer den Klub aus eigenen Stücken verlässt, hat es in der Vergangenheit nicht allzu oft gegeben. Flick hat nun ausreichend Zeit, sich Gedanken über seine berufliche Zukunft zu machen.

Hansi Flick hat „tiefes Vertrauen“ zu DFB-Direktor Oliver Bierhoff

Doch für Flick gibt es nicht nur die Alternative DFB, wie er jüngst noch einmal betonte. Der umworbene Erfolgstrainer sagt, er sei „für viele Dinge offen“, lobte anschließend aber die einstige Zusammenarbeit beim DFB mit Oliver Bierhoff*, Joachim Löw und Andreas Köpke in den höchsten Tönen als „herausragend“. In dieser Konstellation habe er „eine enorme Wertschätzung, eine enorme Loyalität untereinander“ erfahren. „Das sind gewisse Werte, die ich brauche, die sind da ohne Frage gegeben.“

Oliver Bierhoff, Andreas Köpke, Joachim Löw und Hansi Flick feierten 2014 mit dem DFB-Team den WM-Titel.

Besonders zu DFB-Direktor Bierhoff scheint die Bindung stark zu sein. „Ich habe ein absolut tiefes Vertrauen zu Oliver Bierhoff“, erklärt Flick. Im Klartext: Flick macht eine Zusammenarbeit mit Bierhoff zur Grundvoraussetzung für sein „Ja“ zum DFB. Bierhoff wurde mit der Suche nach dem neuen Bundestrainer beauftragt, war im zerrütteten Verband zuletzt aber nicht mehr unumstritten. Flick will die Entwicklung der kommenden Tage und Wochen abwarten. Er fühlt „keinen Stress“. Sein Urlaubsbeginn ist nach dem Saisonabschluss am 23. Mai geplant. Eine Entscheidung könnte womöglich schon früher fallen.

Hansi Flick führt Verhandlungen mit dem DFB - Rummenigge freut sich über „smarte Geste“

Flick selbst hat klare Vorstellungen zu seiner Zukunftsplanung. Er habe „Lust, weiter Trainer zu sein“, betont er. Sein Anspruch sei es, mit einer Mannschaft zu arbeiten, „die in der Lage ist, Titel zu gewinnen“. Ob seine neue Mannschaft für einen Verein oder einen Verband antritt, ist ihm egal.

Die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn werden ihrem scheidenden Trainer jedenfalls keine Steine in den Weg legen und wünschen sich sogar explizit Flick als neuen Bundestrainer.* Die Modalitäten zwischen dem FC Bayern und dem DFB seien längst geklärt. DFB-Vizepräsident Rainer Koch stufte die Verhandlungen zwischen dem DFB und Flick als „sehr gut“ ein.

Es gebe „grundsätzlich“ eine Vereinbarung, so Rummenigge, „eine smarte Geste des DFB“. Laut dem kicker handelt es sich um ein Spiel des FC Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft in München. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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