"Ich wusste nicht mehr, wo rechts und links ist"

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Mario Gomez saß in den letzten Monaten öfter auf der Bank, als ihm lieb ist

Erasmia - Mario Gomez äußert sich zu seiner schwierigen Zeit beim FC Bayern und zuletzt bei der Nationelelf und spricht über einen Schock-Moment im vergangenen Herbst.

Sein schwieriges erstes Jahr beim FC Bayern wirkt bei Angreifer Mario Gomez immer noch nach. Vor allem der Herbst 2009 beschäftigt den 24-Jährigen noch. Gomez zum Kicker: "Ich hatte nach fünf Spielen drei Tore. Damals war ich bei Selbstvertrauen 150. Als mich der Trainer rausnahm, wusste ich zwei Wochen lang nicht mehr, wo rechts und links ist, weil ich all das nicht verstanden habe. Heute bin ich sicher, dass ich viel mehr Tore geschossen hätte in der Vorrunde, wenn ich da nicht auf der Bank gelandet wäre."

Gomez will in der neuen Spielzeit voll angreifen. Natürlich beim FC Bayern! "Ich denke nicht ans Gehen." Der Stürmer weiter: "Ich brauche mich vor keinem zu verstecken, der da ist."

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Generell ist der FC Bayern der einzige Bundesliga-Verein, bei dem Gomez spielen möchte. "Schon in Stuttgart war immer klar: FC Bayern oder Ausland. So ist es nach wie vor." Mit neuem Selbstvertrauen will Gomez zur alten Form zurückkehren. "Ich mache meine Tore und mir gelingen Dinge, wenn ich Selbstvertrauen habe. Habe ich das nicht, sieht es manchmal unbeholfen bei mir aus."

Auch über seine Zeit als Ergänzungsspieler bei der WM in Südafrika äußert sich Gomez in dem Kicker-Interview. Das Bankdrücken fällt ihm schwer, zumal er sich nach gelungenen Trainingseinheiten große Hoffnungen machte. Es folgten aber nur drei Kurzeinsätze über insgesamt 50 Minuten. Im Hinblick auf Sturm-Konkurrenten Miroslav Klose sagt er ein wenig wehmütig: "Ein superschönes Gefühl für ihn zu wissen, dass er gebraucht und nicht fallen gelassen wird." Im Training habe er gesehen, "dass ich genauso gut bin wie die anderen, die vorne spielen. Und dann wechselt der Trainer nicht mich als ersten Stürmer ein, sondern Cacau." Gomez lauert nun auf seine Chance: "Mir bleibt nun nichts anderes übrig als zu hoffen, dass ich wieder gebraucht werde."

Gomez' Image als Musterprofi wird ihm manchmal auch zum Verhängnis. Er ist kein Lautsprecher wie viele andere, eher ein Leisetreter, der durch Leistung auffallen will und manchmal auch die aggressive Körpersprache vermissen lässt. Auf die Frage, ob er manchmal zu brav sei, kommt er ins Grübeln: "So ist mein Naturell, vielleicht muss ich mich etwas ändern."

al.

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