DFB-Aus in der Vorrunde

Rücktritt nach WM-Debakel? Jetzt spricht Boateng über seine Pläne - und verteidigt Mesut Özil

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Bleibt dem DFB-Team erhalten: Jérôme Boateng. 

Nach dem frühen Aus bei der WM 2018 wird viel über mögliche Rücktritte der DFB-Stars diskutiert. Wie sieht es bei Jerome Boateng aus? Das sagt der Bayern-Star und verteidigt seinen DFB-Kollegen Mesut Özil.

Berlin - Abwehrspieler Jérôme Boateng hat nach dem krachenden Scheitern bei der Fußball-WM einen Rücktritt aus der Nationalelf ausgeschlossen. "Das war nie ein Thema für mich. Ich sehe mich auch noch überhaupt nicht am Zenit meiner Leistungsfähigkeit angekommen", sagte der 29-Jährige der "Welt am Sonntag". Er wolle trotz der schweren Enttäuschung mit dem erstmaligen Aus der DFB-Auswahl in einer WM-Gruppenphase "unbedingt weiterspielen", fügte der Verteidiger des FC Bayern München hinzu.

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Boateng sprach sich auch für den Verbleib von Bundestrainer Joachim Löw aus. "Auf jeden Fall", antwortete der Weltmeister von 2014 auf eine entsprechende Frage. Löw habe dem Team "klare Worte und Anweisungen mitgegeben, die wir nicht umgesetzt bekommen haben", versicherte Boateng. Beim Neuanfang mit der Nationalmannschaft nach der Sommerpause wolle er "mit den anderen wieder ein anderes Gesicht zeigen. Ich will mit ihnen wieder das Deutschland repräsentieren, das wir kennen. Ein starkes Deutschland, eine starke Nationalmannschaft."

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Boateng über Özil: "Man darf die ganze Kritik nicht an einem ablassen"

Mit Unverständnis reagierte der 73-malige Nationalspieler auf die harte Kritik an Spielmacher Mesut Özil. "Das geht nicht. Mesut ist ein Mensch. Man darf die ganze Kritik nicht an einem ablassen, die ganze Mannschaft ist in der Verantwortung", sagte Boateng. Özil war wegen gemeinsamer Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hart attackiert worden und galt bei der WM als Symbolfigur des deutschen Scheiterns. "Das mit dem Foto war unglücklich, es war zuletzt eine schwierige Situation für ihn", sagte Boateng. Er sei jedoch dagegen, einzelne Spieler zum Sündenbock auszurufen.

Und auch Sühle wettert gegen die Medien außerdem wird über Gündogans Rücktritt spekuliert.

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dpa

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