Besserung beim „Kaiser“?

Franz Beckenbauer trotz Augeninfarkt im Stadion - aber nicht beim FC Bayern

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1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach

Es gibt gute Neuigkeiten von Franz Beckenbauer: Der Kaiser ist wieder fit genug für einen Stadionbesuch. Allerdings nicht beim FC Bayern.

Sinsheim - Zuletzt gab es so einige Sorgen um „Kaiser“ Franz Beckenbauer: Ärztlichen Gutachten zufolge war die Fußball-Legende im Sommer „derart angeschlagen, dass er weder einvernahme- noch verhandlungsfähig ist“. Nun scheint es Beckenbauer besser zu gehen. Am Samstag wurde er wieder bei einem Bundesligaspiel gesehen. Allerdings nicht bei seinem FC Bayern, der sich in Paderborn zu einem 3:2-Auswärtssieg mühte...

FC Bayern München: Franz Beckenbauer wieder in der Bundesliga zu Gast - aber bei Hoffenheim

Stattdessen hat sich der FCB-Ehrenpräsident das Duell zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach in Sinsheim angesehen. Auf einem Foto, das die TSG via Twitter veröffentlichte, war Beckenbauer gemeinsam mit Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp zu sehen. „Hoher Besuch in der PreZero Arena!“, schrieb der Verein zu der Nachricht. Weitere Fotos zeigten Beckenbauer auf der Tribüne in Sinsheim.

Noch im Juli hatten Beckenbauers Ärzte betont, jede Aufregung könne lebensgefährlich für den 74-Jährigen sein. Urteilsvermögen und Gedächtnis seien mittlerweile sehr stark getrübt, eine Besserung nicht zu erwarten. Mit der Diagnose begründeten die Ärzte gegenüber Schweizer Ermittlern eine Vernehmungsunfähigkeit von Beckenbauer. Diese wollten Berichten zufolge Anklage gegen Beckenbauer erheben - wegen des Skandals um die WM 2006. Dieser juristische Ärger blieb Beckenbauer aufgrund besonderer Umstände erspart.

Franz Beckenbauer: Sohn Joel und Lothar Matthäus hatten sich zum Gesundheitszustand geäußert

Mitte des Monats hatte sich Beckenbauers Sohn Joel zum Gesundheitszustand des „Kaisers“ geäußert. „Das ist tagesabhängig. Manchmal geht es ihm besser. Manchmal ein bisschen weniger gut“, erklärte er der Bild-Zeitung am Rande eines Benefiz-Golfturniers der Beckenbauer-Stiftung. Er wolle wegen des Zustandes seines Vaters viel „daheim sein“.

Auch Beckenbauers 1990er-WM-Kapitän Lothar Matthäus hat nach eigenen Angaben sehr guten und regelmäßigen Kontakt mit Beckenbauer. "Ich weiß, viele Leute machen sich um ihn Sorgen, aber grundsätzlich geht es ihm nicht so schlecht, er gibt sich auch positiv", sagte Matthäus im August.

Warum sich Beckenbauer just nach Sinsheim aufgemacht hatte, ist nicht bekannt. Zu spannend für die angeschlagene Gesundheit der Bayern-Legende geriet der Fußball-Nachmittag allerdings nicht - die TSG Hoffenheim verlor deutlich mit 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Der DFB hat unterdessen am Freitag einen neuen Präsidenten gewählt.

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dpa/fn/SID

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