Die Tops und Flops der Bundesliga-Hinrunde

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TOP - FELIX MAGATH: Der multifunktionale Meistermacher vom VfL Wolfsburg pflanzte dem FC Schalke 04 das Sieger-Gen ein: Der 56-Jährige machte aus einer Chaostruppe eine disziplinierte Mannschaft, brachte Ex- Nationalspieler Kevin Kuranyi wieder in Topform und zauberte Talente hervor. Nach zwei “Doubles“ mit dem FC Bayern und dem Coup mit Wolfsburg darf Magath nun vom ersten Titel für die Königsblauen seit 1958 träumen. Darüber sprechen wird er so schnell nicht.
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TOP - MESUT ÖZIL: Der Deutsch-Türke startete mit Werder Bremen durch: 23 Mal ungeschlagen bis zum 0:2 gegen Schalke. Da sprachen manche schon vom magischen Dreieck Özil/Aaron Hunt/Marco Marin. Der 21-Jährige Regisseur glänzte als Vorbereiter auch im Nationalteam. Sein strategisches Denken schult er auch mit einem Brettspiel: “Schach hilft mir auf dem Fußballplatz.“
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TOP - IVICA OLIC: Mit dem unermüdlichen Kämpfer kam die Wende beim FC Bayern. Als der Ex-Hamburger nach überstandener Verletzung wieder die Ärmel hochkrempeln durfte, konnte Trainer Louis van Gaal aufatmen. Olic erzielte sechs Tore bei den sechs Siegen gegen Haifa, Turin, Hannover, Mönchengladbach, Bochum und Hertha. “Manchmal steht er neben mir und ich denke, er stirbt gleich“, sagt Mario Gomez über seinen Kollegen. “Dann zieht er wieder 40 Meter zum Sprint an.“
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TOP - THOMAS TUCHEL: Novize und Nobody - doch der mit 36 Jahren jüngste Bundesliga-Coach brachte Aufsteiger FSV Mainz 05 nach vorne. “Strukturen aufbrechen“, sagt er über seinen Erfolgsweg. “Dann können wir andere überholen.“ Seine Gesellenprüfung legte er in Mainz mit dem Gewinn der deutschen A-Jugend-Meisterschaft ab. Der Klassenerhalt wäre sein Meisterstück. Als Besserwisser auftreten - wie es Ralf Rangnick und Jürgen Klopp gerne tun - mag Tuchel nicht.
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TOP - JUPP HEYNCKES: Als Nachfolger von Jürgen Klinsmann beim FC Bayern hatte der 64-Jährige wieder Lust am Bundesliga-Geschäft gewonnen. Raus aus der Rente, rauf auf den Rasen. Und bei Bayer Leverkusen macht er gerade so weiter: ungeschlagener Herbstmeister, wer hätte das gedacht? Im Umgang mit Profis und Medien zeigt Heynckes Altersmilde und regt sich nicht mehr so schnell auf: “Osram“, wie Heynckes früher genannt wurde, glüht vor allem innerlich.
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FLOP - GRAFITE: Als stolzer “Fußballer des Jahres“, Torschützenkönig und deutscher Meister ging der brasilianische Stürmer in die Saison. Doch längst steht er für die Verunsicherung beim VfL Wolfsburg. Auch ein von Trainer Armin Veh verordneter Heimaturlaub half nur ganz kurz. Fünf Tore stehen zu Buche - und unzählige vergebene Chancen. In keinem einzigen Spiel trafen jeweils Grafite und sein Partner Edin Dzeko.
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FLOP - HERTHA BSC: Europas peinlichster Hauptstadt-Club - lästern die Fans. Auch der Wechsel auf der Trainerbank von Lucien Favre zu Friedhelm Funkel brachte nicht viel: Die Berliner, die letzte Saison nur knapp an der Champions League vorbeischlitterten, legten einen Negativrekord nach dem anderen hin: In die Winterpause gehen sie mit einem Sieg, 39 Gegentoren, neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz - und wenig Hoffnung auf Rettung.
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FLOP - LUKAS PODOLSKI: 10 Millionen Euro Ablöse gab sein Heimatclub für den verlorenen Sohn aus - “damit Köln wieder ein Gesicht bekommt“, so Manager Michael Meier. Doch der frühere Bayern-Stürmer ging oft im Gegurke des Abstiegskandidaten unter. Und die Medien zählten die Minuten bis zum “Torlos-Tausender“. Nur gut, dass sich der 24-Jährige im Nationalteam Nestwärme holen kann: Bei Joachim Löw ballert Podolski am besten.
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FLOP - LUCA TONI: Der italienische Weltmeister schraubt nicht mehr am Ohr, sondern stützt die Stirn in die Hand und kratzt sich ratlos am Kopf. Der Torschützenkönig von 2007/2008 (24 Treffer) ist beim FC Bayern zum Bankdrücker verkommen. Auch für die WM in Südafrika wird's eng für den 32-Jährigen.

Es ist Zeit für eine Zwischenbilanz nach 17 Bundesliga-Spieltagen: fünf Tops und fünf Flops der Hinrunde.

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