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Winter-Transfers beim FC Bayern? Salihamidzic: „Mein einziger Wunsch ist ...“

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Von: Patrick Mayer, Florian Schimak

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Der FC Bayern traf zum Jahresabschluss auf den VfL Wolfsburg. Sportvorstand Hasan Salihamidžić äußerte sich zu möglichen Wintertransfers. Stimmen zum Spiel. 

München - Wenn der FC Bayern* auf den VfL Wolfsburg* trifft, dann kann man meist einiges erwarten. Man erinnere sich nur an den legendären Auftritt der Wölfe um Grafite und Edin Dzeko 2009 oder der schnellste Fünferpack der Fußball-Geschichte von Robert Lewandowski 2015. Dieses Mal war es zwar nicht so spektakulär, aber aus FCB-Sicht wieder erfolgreich.

Am 17. Spieltag zum Hinrundenabschluss der Bundesliga* siegten die Münchner völlig verdient mit 4:0 (1:0). Julian Nagelsmann* , Hasan Salihamidzic, Oliver Kahn und Co. waren vor der Partie schon in Plauderlaune. Thomas Müller* äußerte sich dieses Mal nicht nach der Partie, dafür aber andere FCB-Stars.

Wir fassen für Sie die Stimmen und Reaktionen auf DAZN und Sat1 zusammen.

Leroy Sané (FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... die Handball-Defensive der Wolfsburger: „Es war in der ersten Hälfte sehr, sehr schwierig. Wir haben versucht mit Ballbesitz Druck auszuüben. Das Tor hat uns dann natürlich gutgetan.“

... die Taktik gegen tiefstehende Gegner: „Wir müssen auf jeden Fall geduldig sein. Wir wissen, dass sich Mannschaften hinten reinstellen. Da müssen wir sie auseinanderziehen.“

... seine Entwicklung und ob er der Spieler der Hinrunde war: „Das würde ich nicht sagen, es gibt noch ein paar andere Spieler, die super gespielt haben. Ich bin mit meiner Entwicklung natürlich zufrieden. Aber jetzt haben wir erstmal ein bisschen Pause. Da kann ich mental auch etwas abschalten.“

... über das Gefühl, mit dem er in die Winterpause geht: „Sehr, sehr gut. Wir gehen mit einem Sieg in die Pause. Wir können froh über die Leistung und die Hinrunde sein. Es macht Spaß, mit den Jungs zu kicken. Das sieht man auch von außen, denke ich.“

... über seinen Leistungsanstieg in den letzten Monaten: „Ich fühl mich jetzt körperlich wohl, bin fit. Ich hatte mich in der letzten Saison nicht so wohlgefühlt in meinem Körper nach der langen Verletzung. Und dann hatten wir durch Corona auch keinen Spielrhythmus. Der Verein, der Trainer, die Mannschaft - alle stehen hinter einem. Das gibt einem ein gutes Gefühl. Aber im Endeffekt können sie da draußen alle reden und tun. Aber der Spieler muss das mit sich selber ausmachen. Ich habe versucht, den Rhythmus wiederzubekommen. Julian (Nagelsmann, d. Red.) hatte auch ein gutes Händchen. Er liest die Spieler recht gut.“

... über sein Tor zum 3:0: „Den nehm ich immer wieder gerne. Klappt nicht so oft, aber heute hat es geklappt.“

Julian Nagelsmann (Trainer, FC Bayern) nach dem Spiel über...

... über seinen Grad seiner Zufriedenheit: „Sehr. Es waren viele Spiele zuletzt, die erste Hälfte war etwas schwieriger. Die Anfangsphase war gut, dann haben wir uns etwas verzettelt. Dan hatten wir Glück oder einen guten Torwart, vielleicht eine Mischung aus beidem. In der zweiten Hälfte war es schon stark wie wir gespielt haben. Die Tore waren dann wunderschön raus gespielt.“

... den Treffer von Robert Lewandowski: „Ich habe mich extrem gefreut. Es war ein wunderschönes Tor, den muss man erstmal so machen. Lewy hat ein super Spiel gemacht.“

..sein Fazit nach dem Sieg gegen den VfL Wolfsburg: „Die Bundesliga-Hinrunde ist sehr, sehr zufriedenstellend. Auch heute musst du erstmal so viele Tore schießen gegen einen kompakten und hinten stehenden Gegner. Wir hatten eine sehr gute Kontrolle und in der zweiten Halbzeit noch besser gepresst. Da haben wir den Gegner nicht mehr hinter die Mittellinie kommen lassen. Der Schlüssel war in der zweiten Halbzeit das Gegenpressing, da hatten wir mehr Ballgewinne und Ballbesitzphasen, wo der Gegner tiefsteht. Da haben wir sie gar nicht mehr rauskommen lassen.“

Video: FC Bayern gegen VfL Wolfsburg - Julian Nagelsmann zieht Bilanz

Manuel Neuer (Kapitän FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... die Hinrunde: „Wir können schon stolz auf den Abschluss sein. Es war nicht so leicht, wenn dann zwei Busse parken. Wir haben in der zweiten Hälfte noch Tormöglichkeiten.“

... den Spieler der Saison: „Lewy gehört als unser Superstar natürlich immer dazu, aber ich würde sagen, die Mannschaft ist der Star.“

... das erste halbe Jahr unter Nagelsmann: „Das Aus im Pokal und die Niederlage gegen Frankfurt waren natürlich negative Erlebnisse. Aber wir haben in den Top-Spielen meist geglänzt und waren dort die spielbestimmende Mannschaft.“

... seine Pläne im Weihnachtsurlaub: „Runterfahren ist jetzt wichtig, gerade auch in Hinblick auf das kommende Jahr, wo auch eine WM ansteht. Wir können froh sein, dass wir einen Trainer haben, der uns ein paar Tage mehr frei gibt.“

Florian Kohfeldt (Trainer VfL Wolfsburg) nach dem Spiel über ...

... die Niederlage in München: „Ich bin schon enttäuscht. Es war aber kein desolater Auftritt heute. Wir bekommen ein Tor, das wir nie bekommen dürfen - abgefälschter Schuss. Und dann haben wir eine Großchance, die wir einfach machen müssen, wenn wir in München was holen wollen.“

... die Wolfsburger Krise nach sieben Niederlagen in Folge: „Das ist keine Mammutaufgabe. Wir haben Qualität in der Mannschaft, und ich werde auch nicht den Stab über die Mannschaft brechen. Es waren zuletzt keine Katastrophenleistungen. Wir müssen jetzt die Zeit nutzen und sind überzeugt von uns.“

Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg) nach dem Spiel über ...

... die Niederlage in München: „Sehr bitter. Niederlagen fühlen sich scheiße an. Für uns Sportler ist Erfolg Lebensqualität. Es herrscht große Ernüchterung. Wir müssen ein paar Dinge ändern, und das werden wir tun. Wir müssen intensiv arbeiten und werden zusammenstehen. Wir haben viel Arbeit vor uns.“

... das Spiel: „Wir wollten tief verteidigen, um dann Nadelstiche zu setzen. Dadurch haben wir uns zwei, drei richtig gute Chancen erspielt.“

Hasan Salihamidzic (Sportvorstand FC Bayern) vor dem Spiel über ...

... das erste Halbjahr von Julian Nagelsmann: „Wir sind sehr zufrieden, wir haben meist attraktiven Fußball gespielt. Was im Pokal passiert ist, kann man bis heute nicht erklären. Aber es zeigt uns, dass man nicht alles planen kann. Heute wollen wir einen guten Abschluss schaffen.“

... die Unterschiede von Nagelsmann und Hansi Flick: „Wir haben einen jungen Trainer geholt und standen voll hinter ihm. Seine Idee vom Fußball hat uns überzeugt, es war beeindruckend wie er mit den Jungs in Leipzig umgegangen ist. Da hat er bei uns jetzt nahtlos angeknüpft. Wo ist der Unterschied? Natürlich in der Denke vom Fußball. Hansi hat die Atmosphäre in der Mannschaft gespürt. Das kann Julian auch, aber er bringt noch etwas mehr mit, was Arbeit in der Offensive und Defensive betrifft.“

... die Panne bei der CL-Auslosung am Montag: „Ich war beim FCB-TV im Studio, da haben wir das natürlich mitbekommen. So etwas wird man natürlich nie vergessen.“

... das vermeintlich leichtere Los mit RB Salzburg: „Das wäre jetzt unfair. Wir nehmen alles was kommt. Wenn man ins Finale will, muss man eh jeden schlagen. Salzburg spielt einen unangenehmen Fußball. Die werden uns schon alles abverlangen.“

... seinen persönlichen Transfer-Wunschzettel: „Das ist gar kein Thema. Mein einziger Wunsch ist, dass wir die Allianz Arena mal wieder voll haben und dass wir die Pandemie auch in der Gesellschaft auf Abstand halten. Unser Kader ist top besetzt.“

Julian Nagelsmann spricht vor dem Spiel bei DAZN.
Julian Nagelsmann spricht vor dem Spiel bei DAZN. © IMAGO / Sammy Minkoff

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern) vor dem Spiel über ...

... sein erstes halbes Jahr an der Säbener Straße: „Erfahrung ist immer wichtig. Bei Bayern ist immer viel los, auch schon vor meiner Zeit. Da kann man sich nicht wirklich darauf vorbereiten. Ich wusste nicht, was auf der Jahreshauptversammlung passiert. Aber dass das Thema aufkommt, war nicht überraschend. Als Trainer musst du deine Meinung kundtun, aber so, dass du niemandem auf den Schlips trittst. Aber wirklich vorbereiten drauf kannst du dich nicht.“

... die Zeit in Corona-Quarantäne in der Küche: „Das Pokalspiel: Da sitzt du dann da und nach 19 Minuten steht es 0:3 - bumm! Da denkst du schon, schalte ich jetzt um oder was mache ich.“

... seine Mannschaft: „Der nicht gestillte Hunger der Spieler ist beeindruckend. Außer in Augsburg, wo wir nicht gut gespielt haben und verloren haben, sind wir alle Spiele konzentriert angegangen. Sich immer wieder zu beweisen, das machen die Spieler herausragend.“

... die Verletzung von Niklas Süle: „Die Corona-Erkrankung hat in zurückgeworfen, was die körperliche Belastung angeht. Der Platz in Stuttgart war sehr tief. Niki hat einen ordentlichen Körper, den er bewegen muss. Das hat er dann schon gemerkt.“

... die Krise von Gegner VfL Wolfsburg: „Wolfsburg ist gefährlich. Aus Wolfsburger Sicht erwartet keiner einen Sieg, da kannst du befreit auftreten. Der Gegner kann in einer Krise mit einem guten Spiel gegen Bayern viel umstoßen.“

Oliver Kahn (Vorstandschef des FC Bayern) vor dem Spiel über ...

... ein unruhiges halbes Jahr in München: „Bei Bayern München ist es grundsätzlich nie langweilig. Sportlich war es sehr, sehr gut, was die Mannschaft gezeigt hat. In der Bundesliga sind wir auf Kurs, in der Champions League haben wir alle Spiele gewonnen.“

... das strittige Thema Katar-Sponsoring: „Das Thema Katar war ein besonders großes Thema, wurde auch zu einem großen Thema gemacht. Bei der Jahreshauptversammlung, das war schade. (...) Ja, natürlich, das interessiert einige Fans von uns. Hinterher ist man immer schlauer. Sicherlich hätten wir das eine oder andere anders machen können. Aber die Vorzeichen waren nicht einfach. Es waren aber nicht viele Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung da. Ich glaube, es waren nur 700 bis 800 Mitglieder da. Dann gab es ja noch den Antrag eines Mitgliedes, den das Landgericht abgelehnt hat. Wenn die Emotionen hochkommen, kann es vorkommen, dass sowas auch mal entgleitet. Ich habe schon die eine oder andere Jahreshauptversammlung erlebt. Früher als Spieler wurde ich mit Bananen beworfen. Es war ja nicht so, dass wir darauf nicht vorbereitet gewesen wären. Wir wussten, dass es bei uns viele Fans gibt, die das Thema Katar kritisch sehen. Wir werden auf sie zugehen und die eine oder andere Aktion machen, um auf sie zuzugehen und besser zu erklären.“

... den VfL Wolfsburg: „Gerade ein angeschlagener Gegner, wie die Wolfsburger, hat hier überhaupt, aber gar nichts zu verlieren. Keiner erwartet was von denen.“

Florian Kohlfeldt (Trainer VfL Wolfsburg) über ...

... die Chance als Außenseiter in München: „Kann man so sehen. Man kann aber auch sehen, dass man gegen die stärkste Mannschaft Deutschlands spielt, vielleicht Europas. Trotz der schlechten Phase, in der wir sind, und die kann man nicht weglügen, wollen wir zeigen, dass wir was draufhaben. Unser Anspruch muss sein, mehr Ergebnisse zu holen. Das haben wir bisher nicht geschafft.“

... seine Verantwortung in der Wolfsburger Krise: „Ich bin Trainer dieser Mannschaft, deshalb fällt es mir sehr schwer, mich aus der Verantwortung zu nehmen. Es ist ein Gesamtkonstrukt, aber ich fühle mich in jedem Fall auch verantwortlich.“.

... seine Taktik gegen den FC Bayern: „Der Schlüssel im Spiel gegen Bayern München, ist sehr gut zu verteidigen. Der entscheidende Faktor wird sein, Fußball zu spielen. Sie werden alles versuchen, dass wir das nicht tun. Aber ich hoffe, dass wir mit den Ideen, die wir haben, ins Kombinationsspiel kommen.“

Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg) vor dem Spiel über ...

... die Krise des VfL Wolfsburg: „Sicherlich kommen mehrere Faktoren zusammen, dass wir nie Konstanz hatten. Das war eigentlich das, was wir uns auf die Fahnen geschrieben hatten. Wir verteidigen nicht gut genug, bekommen zu viele Gegentore. Der Gegner kann sich zu einfach Tore herausspielen. Die Art und Weise, wie wir die Tore bekommen, ist nicht unser Anspruch. Und da müssen wir einfach besser werden. Wir müssen uns wehren, um aus dieser schwierigen Phase rauszukommen.“

... den möglichen Abstiegskampf: „Trotz der Niederlage war es gegen Köln ein Schritt in die richtige Richtung, wir haben gute Tore herausgespielt. Wichtig ist, dass man die Situation nicht verkennt. Die Situation ist schwer, man muss sie annehmen und sich dagegen wehren.“

... Wout Weghorst und ob dieser auch in der Rückrunde für die Wölfe aufläuft: „Davon gehe ich aus.“

(smk/pm) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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