Klubs zahlten für ihn über 140 Millionen

James-Absturz perfekt - Einstiger Bayern-Star kickt künftig im Niemandsland

James Rodriguez galt einst als einer der talentiertesten Offensivspieler der Welt. Nach seiner Zeit beim FC Bayern stürzte er jedoch ab – nun landet er in der Wüste.

Update vom 23. September: Er hat es tatsächlich getan! James Rodriguez wechselt nach Katar, spielt künftig für Al-Rayyan SC. Der 30-Jährige verlässt den FC Everton und beginnt nun sein neues Kapitel in der Wüste.

James Rodriguez vor Wechsel nach Katar

Erstmeldung vom 21. September: München - Bei der Weltmeisterschaft 2014 feierte nicht nur die deutsche Nationalmannschaft nach ihrem Titelgewinn. Angeführt vom damals 23-jährigen James Rodriguez spielte auch die Mannschaft aus Kolumbien keine schlechte Rolle nach 16 Jahren WM-Abwesenheit. Er wurde Torschützenkönig, wechselte für eine immense Summe zu Real Madrid und landete zwischendurch auch bei den Bayern*. Heute spielt er bei seinem aktuellen Klub, dem Premier-League*-Sechsten FC Everton, keine Rolle – nun befindet er sich scheinbar unausweichlich in einer Abwärtsspirale: ein Wechsel in die Wüste steht bevor.

FC Bayern: Ex-Star Rodriguez wechselte für hohe Summen – Bayern-Leihe kostete 13 Millionen Euro

Rodriguez‘ Talent wurde bereits im jungen Alter erkannt, im Teenageralter ging es für den Offensivspieler bereits 2008 nach Argentinien, wo er sich dem Erstligisten Club Atlético Banfield anschloss und erstmals für Furore sorgte. Für einen Schnäppchenpreis holte ihn der FC Porto 2010 für vergleichsweise wenig Geld: 7,35 Millionen investieren die Portugiesen, mit denen James unter anderem die Europa League holte. Nach drei Jahren wechselte er für rekordverdächtige 45 Millionen Euro zum damaligen Ligue-1-Aufsteiger AS Monaco. Ein Jahr später zahlte Real Madrid* sogar 75 Millionen Euro für die WM-Entdeckung.

Das James-Märchen hatte in der spanischen Hauptstadt jedoch seinen Höhepunkt erreicht. Der Mittelfeldspieler enttäuschte nach anfänglich starken Leistungen auf dem Feld und pflegte zudem ein angespanntes Verhältnis zum damaligen Real-Coach Zinédine Zidane. So kam es nach drei Jahren zu James‘ Wechsel zum FC Bayern*, der 13 Millionen Euro für eine zweijährige Leihe mit Kaufoption in die Dienste des Edeltechnikers investierte.

FC Bayern: Ex-Star James Rodriguez erlebte kurzes Hoch in München – für die Kaufoption reichte es nicht

Carlo Ancelotti, sein ehemaliger Trainer aus Madrid, hatte ihn an die Isar gelotst. Allerdings wurde der Italiener nach wenigen Spieltagen entlassen, James spielte ganze fünfmal unter seinem Ex-Coach. Daraufhin übernahm Jupp Heynckes*, ab Sommer 2018 dann Niko Kovac. Trotz seiner 15 Treffer und 20 Assists in 67 Pflichtspielen kam er nie richtig in München an. Die Bayern ließen die auf 42 Millionen Euro festgelegte Kaufoption verstreichen, womit es im Sommer 2019 wieder zurück nach Madrid ging.

Nach einer Katastrophen-Saison unter Zidane, bei dem James kaum eine Rolle spielte, klopfte im Sommer 2020 Carlo Ancelotti an, der den FC Everton übernommen hatte. Ablösefrei konnte der heute 30-Jährige erneut den Verein wechseln und erwischte eine starke erste Saison in England: in 26 Pflichtspielen gelangen ihm sechs Treffer und neun Vorlagen, es schien wieder bergauf zu gehen. Bis zum Aus von Ancelotti zum Sommer 2021.

James Rodriguez: Ancelotti-Abschied bei Everton brachte nächsten Karriere-Knick – Endstation Katar?

Unter Evertons neuem Coach Rafa Benitez war der Ex-Bayern-Spieler wieder außen vor, nun versuchen ihn die Liverpooler angesichts seines Gehalts loszubekommen. Wie spanische und kolumbianische Medien berichten, machte sich der abgestürzte WM-Star von 2014 jüngst auf den Weg nach Katar. Beim Erstligisten Al-Rayyan SC, der von Laurent Blanc trainiert wird, soll James nun einen Vertrag unterschreiben. Die Klubs sind sich bereits einig, nun fehlt nur noch die Übereinkunft mit dem Profi. Bis zum 30. September läuft die Transferperiode im Emirat noch.

Der Absturz des 80-fachen kolumbianischen Nationalspielers, der seit November letzten Jahres nicht mehr ins Aufgebot der Cafeteros aufgenommen wurde, schreitet also voran. Beim FC Everton schoss er sich kürzlich selbst ins Aus, als er in einem Twitch-Stream während seiner Quarantäne einen sinnbildlichen Satz äußerte: „Ich weiß nicht mal, gegen wen Everton spielt…“, meinte der Linksfuß. Ob er sich den Spielplan der Qatar Stars League besser merken kann, bleibt abzuwarten. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Simon / Imago

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