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Bundestrainer Hansi Flick enthüllt seinen „traurigsten“ Moment als Bayern-Coach

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Von: Antonio José Riether

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Hans Dieter Flick
Dissonanzen zwischen Hansi Flick (r.) und Hasan Salihamidzic führten zum Aus des Erfolgs-Trainers. © Frank Hoermann/imago-images

Zum Ende der vergangenen Saison kündigte Hansi Flick sein Aus als Bayern-Trainer an, nun sprach er über seinen traurigsten Moment in München.

Frankfurt - Nach dem Rücktritt von Joachim Löw als Bundestrainer übernahm Hansi Flick das Amt und hauchte dem Nationalteam neues Leben ein. Auch wenn Flick angesichts seiner Erfahrung und seines Ansehens bei den Spielern die optimale Besetzung für den Posten beim DFB ist, werden sich viele Fans des FC Bayern noch ärgern. Sein Engagement beim Rekordmeister war von zahlreichen Rekorden und Titeln geprägt und endete aufgrund von Reibereien mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Nun resümierte Flick seinen Abschied aus München.

FC Bayern: Hansi Flick lässt Abschied aus München Revue passieren - eine Sache macht ihn besonders traurig

Als Nationaltrainer kann sich Flick - anders als zeitweise beim FC Bayern - voll und ganz ohne Störgeräusche auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten. Zwar kommt ihm die ruhigere Arbeitsweise außerhalb des Klubfußballs entgegen, in einem Interview mit Sport Bild bedauert der 56-Jährige allerdings, wie das Verhältnis zwischen Verein und Trainer auseinander ging. „Ein wenig traurig war der Abschied vom FC Bayern. Ich habe dort eine tolle Chance bekommen, dafür bin ich sehr dankbar. Wir haben anspruchsvollen und attraktiven Fußball gespielt und hatten mit die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. Das ist auch das, was am Ende hängen bleibt“, meint Flick, der unter anderen das Triple holte.

Ein typischer Vorgang im Profisport störte ihn besonders, auch im Hinblick auf den Erfolg unter seiner Regie. „Ich weiß, dass das ein Stück weit zum Fußball gehört: Aber traurig war für mich, dass diese erfolgreiche Mannschaft, die einen ganz besonderen Zusammenhalt in der Gruppe hatte, etwas auseinandergebrochen ist“, gesteht Flick.

FC Bayern: Bundestrainer Hansi Flick bedauert den Zerfall seiner Erfolgs-Elf

Tatsächlich mussten einige wichtige Stützen den Verein nach der letzten erfolgreichen Saison verlassen. „Thiago, den ich als Menschen und Fußballer sehr schätze, Jérôme Boateng und David Alaba, der die letzten beiden Jahre als Anführer einen enormen Sprung gemacht hat“, beklagt Flick die Abgänge der drei Schwergewichte. Zudem wechselte Javi Martínez, den Flick als „wertvollen Spieler“ bezeichnet, im Sommer den Verein. Auch der Abgang der Trainerlegende Hermann Gerland lässt ihn „nicht kalt“.

Nun muss Flick den „speziellen Charakter“, den er seinem ehemaligen Bayern-Team assistiert, auch in der Nationalmannschaft etablieren. Einen Großteil der Spieler kennt der ruhige Heidelberger noch aus seiner Zeit in München oder als Co-Trainer der Nationalelf, mit seiner menschlichen Art sollte er jedoch auch den Rest des Teams schon ins Boot geholt haben. Sieben Siege in seinen ersten sieben Spielen belegen seinen positiven Einfluss bisher klar. (ajr) *tz,de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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