Warum "nur" noch 900.000 Euro Schuld?

Fall Hoeneß: Minister verlangt Erklärung

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Uli Hoeneß

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans verlangt von der bayerischen Justiz, ihr Vorgehen im Steuerfall Uli Hoeneß ganz genau zu erklären.

Es werfe Fragen auf, wenn Hoeneß' Steuerschuld jetzt nur noch bei 900 000 Euro liegen solle, nachdem zuvor rund drei Millionen Euro genannt worden seien, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch dem Westdeutschen Rundfunk.

Prominente dürften zwar auch nicht schlechter behandelt werden als andere. „Man muss auch akzeptieren können, wenn jemand Prominentes am Ende (...) haarscharf unter der Grenze zur Haftstrafe davonkommt, dass das mit rechtsstaatlichen Mitteln zugegangen ist“, sagte Walter-Borjans. Allerdings müssten Staatsanwaltschaft und Gerichte das wegen des großen öffentlichen Interesses erläutern. Wenn „möglicherweise bestimmte Beträge verjährt sind, dann muss das genau erklärt werden“, verlangte der nordrhein-westfälische Minister.

Dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zufolge „scheint die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung“ für den FC-Bayern-Präsidenten beantragen zu wollen. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat das nicht bestätigt.

dpa

Hoeneß: Die Steuer-Affäre in Zitaten

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