Garteh Bale bediente sich offenbar

Ex-Profi gibt "schmutzige Tipps" für Vereinswechsel

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Gareth Bale bei seiner Vorstellung in Madrid

Madrid - Bei einer Ablösesumme von 100 Millionen Euro gerät schnell in Vergessenheit, dass Gareth Bales Abgang von Tottenham Hotspur alles andere als sauber verlief. Der Waliser bediente sich einiger Tricks.

Weltrekord-Mann Gareth Bale eiste sich mithilfe einiger unsauberer Kniffe seines walisischen Landsmannes Robbie Savage los. Und wäre Robert Lewandowski der „Transferanleitung“ des ehemaligen walisischen Skandalfußballers vollumfänglich gefolgt - Borussia Dortmund hätte ihn wohl freiwillig an Bayern München ausgehändigt. „Elf schmutzige Tricks, seinen Wechsel durchzudrücken“, so nennt Savage seinen Transfer-Guide für wechselwillige Profis, den er kürzlich auf der BBC-Internetseite veröffentlichte.

Liebevoll, detailliert und amüsant mit Ereignissen aus der eigenen Karriere veranschaulicht, fasst der Ex-Mittelfeldspieler von Manchester United all die Mätzchen und Spielchen zusammen, die Manager und Fans verdammen - Profis und deren Berater aber immer wieder gerne (und erfolgreich) auffahren. Jüngstes Beispiel: Bale, der bei seinem Wechsel für die Weltrekordsumme von 100 Millionen Euro zu Real Madrid kräftig mithalf.

Real Madrid stellt 100-Millionen-Mann Gareth Bale vor

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Der 24-Jährige griff in seiner letzten Zeit bei Tottenham Hotspur auf einige Tricks von Savage zurück und zog damit den Unmut vieler Beteiligter sowie Beobachter auf sich. Eisern befolgte Bale die Punkte 1 und 2 - „Schmollen“ sowie „jegliche Kommunikation“ einstellen: Ohne Absprache erschien er beispielsweise einige Tage nicht zum Training der Londoner, womit er unter anderem seinen damaligen Teammanager Andre Villas-Boas bloßstellte. „Die Autorität des Trainers untergraben“ zählt übrigens auch zu den Tipps von Savage.

Während der Verhandlungen mit Real meldete sich Bale plötzlich verletzt. Böse Zungen behaupteten, er habe die Blessur am Fuß (zumindest zum Ende hin) nur vorgetäuscht, was Punkt 3 des Guides entsprechen würde und laut Savage „der populärste Weg“ sei, um zu zeigen, „das man nicht glücklich ist“. Möglicherweise war Bale wirklich angeschlagen: Bei seiner Vorstellung am Montag im Estadio Santiago Bernabeu gelangen ihm schließlich beim Jonglieren nur drei Berührungen...

Lange, teils Monate bevor es dazu kam, berichteten Medien bereits vom (bevorstehenden) Abschluss des Mega-Transfers. Dabei wurde von offizieller Seite bis Samstag betont, dass noch keine Einigung erzielt sei. Tipp 4 von Savage lautet: „Lasse Zeitungsgeschichten von dir machen.“ Der BBC-Journalist schränkt jedoch ein, dass man diesbezüglich „natürlich realistisch sein“ müsse. Savage habe sich beispielsweise nie mit „Real Madrid in Verbindung setzen“ lassen...

Auf der Liste befinden sich weitere Ratschläge wie: „Kloppe dich mit Teamkollegen“, „jammere vor dem Klubpersonal“ oder „lasse dich auf dem Platz hängen“. Und Savage weiß, wovon er spricht.

Die englische Zeitung Daily Mail brandmarkte ihn 2008 als „unfairsten Spieler der Premier-League-Geschichte“: 89 Gelbe Karten wurden in England nur von Lee Bowyer „überboten“; für seine Schauspieleinlagen, mit denen er viele Elfmeter und Rote Karten provozierte, wird er rückblickend noch heute von vielen Fans gehasst. Wenn auch eine originelle Idee - der Transfer-Guide dürfte sein Image kaum verbessern.

sid

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