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Enkes Frau Teresa: Robert wollte sich nicht helfen lassen

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Teresa Enke sprach auf der offiziellen Pressekonferenz über den Selbstmord von Robert Enke
Teresa Enke sprach auf der offiziellen Pressekonferenz über den Selbstmord von Robert Enke © dpa

Hannover - Robert Enkes hinterlassene Ehefrau Teresa spricht über den überraschenden Tod ihres Ehemanns. Enke sei depressiv gewesen, wollte sich aber nicht helfen lassen.

Robert Enke litt vor seinem Selbstmord mehrere Jahre an schweren Depressionen. Das berichteten die Witwe des Fußball-Nationaltorwarts Teresa Enke und der behandelnde Arzt Valentin

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Video: Die Pressekonferenz mit Teresa Enke

 Markser bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Hannover. Eine stationäre Behandlungen hatte Robert Enke noch am Tag seines Selbstmordes abgelehnt, berichtete Markser. Der Kölner Mediziner hatte ihn über mehrere Jahre behandelt. In seinem Abschiedsbrief habe sich Enke bei seiner Familie und seinem Arzt entschuldigt. Teresa Enke stellte sich trotz des knüppelharten Schicksalsschlags in einer Pressekonferenz den Medien und sagte: „Wenn er akut depressiv war, war es eine sehr schwere Zeit. Da hat ihm der Antrieb und die Hoffnung auf baldige Besserung gefehlt“, sagte die Witwe: „Die Schwere bestand darin, das Ganze nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Das war sein ausdrücklicher Wunsch, um seinen Sport nicht zu verlieren.“

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„Im Nachhinein ist es Wahnsinn, denn jetzt kommt es ja auch raus. Wir hatten schon schwere Zeiten überstanden und dachten, wir schaffen alles, auch nach Laras Tod (seine Tochter, Anm. d. Red.). Man schafft es doch nicht immer. Ich habe versucht, für ihn da zu sein und ihm Perspektiven zu geben. und dass der Fußball nicht alles ist, und dass wir uns hatten. Wichtig war, dass es für alles Lösungen gibt, wenn man zusammenhält. Ich wollte ihm immer helfen, das durchzustehen. Er wollte keine Hilfe annehmen, aus Angst dass es herauskommt. Es hätte für alles eine Lösung gegeben. Er hatte auch Angst, die Adoptivtochter zu verlieren. Fußball war alles für ihn, sein Lebenselixier. Das Training war für ihn der Halt.

Enke hatte am Dienstagabend Selbstmord begangen. Er starb nur 200 Meter vom Grab seiner verstorbenen Tochter Lara entfernt.  Erstmals habe er sich im Jahr 2003 in Behandlungen begeben. Bis kurz vor seinem Tod habe der Bundesliga-Profi unter medizinischer Betreuung gestanden.

Trauer um Robert Enke - Bilder vom Unglücksort

Hannover 96 will Enkes Trikot-Nummer, die „1“, voraussichtlich nie wieder vergeben. Eine Entscheidung stehe zwar noch aus, sagte Hannover-Präsident Kind, eine entsprechende Überlegung gebe es aber.

tz/ap

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