Abschaffung von „Die Mannschaft“

Vogts wettert gegen DFB-Slogan: „Für eine ‚Mannschaft‘ kann ich auch in der Kreisliga spielen!“

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Von 2008 bis 2014 trainierte Vogts die aserbaidschanische Nationalmannschaft.

Der frühere Bundestrainer Berti Vogts sieht die deutschen Fußball-Nationalspieler nach dem blamablen WM-Aus in der Bringschuld und hat eine klare Meinung zum Begriff „Die Mannschaft“.

Die deutschen Fußball-Nationalspielern bräuchten wieder mehr Identifikation mit der DFB-Auswahl und im Zuge dessen einen Abschied vom umstrittenen Begriff "Die Mannschaft", schreibt Vogts in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online. Der DFB solle die Wendung "lieber heute als morgen abschaffen".

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hatte angekündigt, den Slogan überprüfen zu wollen. "Das ist ein negativer Begriff", meinte Vogts, "denn es ist nicht 'Die Mannschaft'. Das ist 'Die deutsche Nationalmannschaft'. Dieses Bewusstsein ist verlorengegangen und verschenkt worden. Das ist das Wichtigste, das man im Herzen tragen muss. Für eine 'Mannschaft' kann ich jede Woche spielen - auch in der Kreisliga."

Identifikation soll nach außen getragen werden

Als Nationalspieler müsse man diese Identifikation auch nach außen tragen, betonte Vogts. "Für mich ist es unverständlich, wenn jemand in Zivil auf der Tribüne sitzt, wenn er verletzt ist oder aus einem anderen Grund nicht auf dem Platz steht. Da muss ich doch mit Trainingsanzug und mit dem Adler auf der Brust zeigen: Ich gehöre zur deutschen Nationalmannschaft, und wir sind ein Team."

Ungeachtet der aktuellen Debatten traut Vogts, den Bierhoff in seinen neuen "Beirat" holen will, Bundestrainer Joachim Löw den Neuanfang zu. Sein eigener Neustart nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM 1998 sei "ungleich schwerer" gewesen. "Damals gab es keine Nachwuchsakademien und dementsprechend keine Spieler, die ich anschließend hätte nominieren können. Das war ungleich schwerer als die Situation heute", äußerte er.

sid

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