Erstmals klare Stellungnahme

DFB: Fall von 1966 wäre im Jahr 2013 Doping

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DFB-Vizepräsident Rainer Koch

Frankfurt/Main - Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat erstmals klar Stellung zu Doping-Vorwürfen gegen WM-Teilnehmer von 1966 bezogen und die Anschuldigungen zurückgewiesen.

In der Diskussion um vermeintliche Dopingfälle bei Nationalspielern während der Weltmeisterschaft 1966 hat DFB-Vizepräsident Rainer Koch eingeräumt, dass es sich aus heutiger Sicht um Doping handeln würde. "Ja, im Jahre 2013 wäre das Einnehmen eines Nasensprays ein klarer Fall von Doping, der auch dementsprechend verurteilt werden würde", sagte Koch am Dienstag in Frankfurt am Main.

Man müsse den Fall jedoch aus der Perspektive der damaligen Zeit beurteilen. "Es ist unstrittig, dass die Ephedrin-Spuren die Folge von Nasensprays sind, die gegen Schnupfen eingesetzt wurden", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch am Dienstag: "Heute wäre das ein ganz klarer Dopingfall. "Im Jahr 1966 war die Definition von Doping eine völlig andere. Die Einnahme des Nasensprays war erlaubt, alle anderen Diskussionen ignorieren diesen Tatbestand", sagte der Vorsitzende der Anti-Doping-Kommission im Deutschen Fußball-Bund. "Damit wird den Spielern von damals Unrecht getan."

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In der vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Auftrag gegebenen Studie über die Doping-Vergangenheit der Bundesrepublik waren Anfang August erneut Vorwürfe erhoben worden, dass es bei deutschen Nationalspielern während der WM 1966 in England Fälle von Ephedrin-Doping gegeben habe. Alle Doping-Kontrollen der FIFA waren damals negativ ausgefallen. Koch führte die Auffälligkeiten am Dienstag auf die Einnahme eines Nasensprays gegen Schnupfen zurück.

SID/dpa

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