Aufstieg könnte wegen Formfehler scheitern

Aufsteiger KFC Uerdingen muss um Lizenz für 3. Liga bangen - Chance für Waldhof?

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Feierten die Uerdinger Spieler zu früh den Aufstieg in die 3. Liga?

Es könnte ein sportlich schwerer Schlag für den wieder aufstrebenden KFC Uerdingen werden. Weil die Krefelder eine Frist versäumt hat, droht dem Verein die Lizenzverweigerung für die 3. Liga. Ein anderer Klub könnte profitieren.

Krefeld/Frankfurt - Der Schock sitzt tief in Krefeld. Aus der Euphorie bei Verantwortlichen, Spielern und Fans des KFC Uerdingen über den sportlichen Durchmarsch aus der Oberliga in den Profifußball wird Angst: Darf der ehemalige Pokalsieger 2018/19 in der 3. Liga spielen? Der Club sagt eindeutig Ja, der DFB aber wird durch seinen Zulassungsbeschwerdeausschuss am Montag in Frankfurt prüfen, ob er dem KFC die Lizenz erteilt.

„Die mit der Bedingung geforderte Liquiditätsreserve des KFC Uerdingen ging nach derzeitigem Stand am Dienstag möglicherweise erst nach Ablauf der Ausschlussfrist ein. Die Nichteinhaltung der Frist hätte nach den Statuten zur Folge, dass die Bedingung nicht erfüllt ist und daher keine Zulassung erteilt werden könnte“, hieß es in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes am Mittwoch.

KFC sicher: "Alle Punkte in vollem Umfang erfüllt"

Der KFC hat eine klare Meinung. Im Lizenzverfahren habe der Verein „alle Punkte in vollem Umfang erfüllt, zu hundert Prozent transparent und korrekt gearbeitet und finanzielle Garantien in einer Höhe abgegeben, die in dieser Liga in Deutschland einmalig sind“. Das Geld sei sogar zwei Mal überwiesen worden. „Unsere Garantien sind tadellos und finanziell die stärksten in der 3. Liga“, teilte Clubchef Michail Ponomarew mit. Sollte der KFC nicht aufsteigen können, werde er sein Engagement beenden, betonte er.

Sportlich ist seit Sonntag alles klar. Uerdingen hatte sich in den Playoffs gegen den Südwest-Zweiten SV Waldhof Mannheim durchgesetzt. Nach dem 1:0 im Hinspiel wurde das Rückspiel wegen Ausschreitungen Mannheimer Fans beim Stand von 2:1 für den KFC abgebrochen. Am Dienstag, einen Tag nach der Aufstiegsfeier im Krefelder Rathaus („Der KFC ist wieder da“), wertete der DFB die Partie in Mannheim mit 2:0 für Uerdingen.

Waldhof zurückhaltend: „Wir werden jetzt nicht in Jubel ausbrechen“

Der SV Waldhof reagierte am Donnerstag zurückhaltend auf die Entwicklung. „Wir werden jetzt nicht in Jubel ausbrechen“, sagte Geschäftsführer Markus Kompp der Deutschen Presse-Agentur. Die Mannheimer könnten von einer Nicht-Zulassung ihres Playoff-Gegners profitieren und dessen Platz einnehmen. Kompp will „am Montag einfach ganz in Ruhe abwarten und schauen, was da passiert“. Er räumte ein, es sei schon überraschend, dass der Zulassungsantrag jetzt noch einmal überprüft werde.

Der KFC Uerdingen wird sich zu der ungewissen Lage vorerst nicht weiter äußern, wie Pressesprecher Jan Filipzik sagte. Ponomarew hatte sich eindeutig positioniert, als er mit Blick auf die chaotischen Umstände des Rückspiels eines festhielt: „Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins eine Relegation gewonnen, inklusive des chaotischen Spiels in Mannheim, bei dem wir, unsere Familien und Spieler angegriffen, beleidigt und bespuckt worden sind. Wir haben geschwiegen, uns professionell verhalten und uns den Aufstieg verdient.“

DFB-Mitteilung

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