2:0 gegen Russland

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Deutschland bezwang Russland im letzten Gruppenspiel mit 2:0. Foto: Carmen Jaspersen
1 von 8
Deutschland bezwang Russland im letzten Gruppenspiel mit 2:0. Foto: Carmen Jaspersen
Babett Peter (r) trifft vom Elfmeterpunkt zum 1:0 gegen Russland. Foto: Carmen Jaspersen
2 von 8
Babett Peter (r) trifft vom Elfmeterpunkt zum 1:0 gegen Russland. Foto: Carmen Jaspersen
Spielführerin Dzsenifer Marozsan traf ebenfalls per Strafstoß. Foto: Carmen Jaspersen
3 von 8
Spielführerin Dzsenifer Marozsan traf ebenfalls per Strafstoß. Foto: Carmen Jaspersen
Carolin Simon (l) und Sara Däbritz (r) nehmen die Russin Ekaterina Sotschnewa in die Zange. Foto: Carmen Jaspersen
4 von 8
Carolin Simon (l) und Sara Däbritz (r) nehmen die Russin Ekaterina Sotschnewa in die Zange. Foto: Carmen Jaspersen
Dzsenifer Marozsan (M) und Co. fehlte bei den Abschlüssen noch die letzte Präzision. Foto: Carmen Jaspersen
5 von 8
Dzsenifer Marozsan (M) und Co. fehlte bei den Abschlüssen noch die letzte Präzision. Foto: Carmen Jaspersen
Schweden tat sich schwer gegen bissige Italienerinnen. Foto: Carl Sandin
6 von 8
Schweden tat sich schwer gegen bissige Italienerinnen. Foto: Carl Sandin
Italien ging gegen die Schwedinnen drei mal in Führung. Foto: Carl Sandin
7 von 8
Italien ging gegen die Schwedinnen drei mal in Führung. Foto: Carl Sandin
Schweden zieht nach der 2:3-Pleite gegen Italien als Zweiter ins Viertelfinale ein. Foto: Carl Sandin
8 von 8
Schweden zieht nach der 2:3-Pleite gegen Italien als Zweiter ins Viertelfinale ein. Foto: Carl Sandin

Bundestrainerin Steffi Jones wirkte nach dem Einzug der deutschen Fußballfrauen ins Viertelfinale der EM erleichtert. Beim 2:0-Sieg über Russland zeigte ihr Team sich spielerisch verbessert. Allerdings bleibt ein Problem bestehen: Es werden viele Torchancen vergeben.

Utrecht (dpa) - Die deutschen Fußballerinnen haben ihre Pflicht erfüllt und sind wie erwartet ins Viertelfinale der EM in den Niederlanden eingezogen.

Dank zweier verwandelter Foulelfmeter von Babett Peter (10. Minute) und Dzsenifer Marozsan (56.) setzte sich das Team von Bundestrainerin Steffi Jones zum Vorrundenabschluss mit 2:0 (1:0) gegen Russland durch. Als Erster der Gruppe B trifft der Titelverteidiger nun in der Runde der letzten Acht am Samstag in Rotterdam auf Dänemark. Im Parallelspiel büßte Schweden durch eine 2:3 (1:2)-Niederlage gegen Italien den ersten Rang ein. Die zweitplatzierten Skandinavierinnen müssen sich im Viertelfinale nun mit Gastgeber Niederlande auseinandersetzen.

"Ich trinke erst einmal einen Schnaps", sagte Jones sichtlich erleichtert nach dem Abpfiff. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gesehen mit vielen Kombinationen." Sie räumte im ZDF ein, dass ihr Team erneut viele Chancen vergeben habe, wollte darin aber kein allzu großes Problem sehen. "Wir stehen im Viertelfinale, und wer die Tore schießt, ist mir egal."

Die vielen herausgespielten Chancen seien ein Beweis dafür, dass das Team über eine gute Spielanlage verfüge. Dies stimme sie für die weitere EM optimistisch. "Der Knoten platzt, und wir werden wieder Tore schießen", kündigte die Bundestrainerin an.

Jones hatte sich erneut als Freundin der Rotation gezeigt. Erneut tauschte sie im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Italien gleich vier Spielerinnen aus. Für Josephine Henning, Leonie Maier, Isabel Kerschowski und Linda Dallmann rückten in Utrecht Lena Goeßling, Anna Blässe, Carolin Simon und Sara Doorsoun in die Startelf. In der Schlussviertelstunde wurde auch noch Tabea Kemme eingewechselt, so dass bei der EM bereits alle 20 deutschen Feldspielerinnen zum Einsatz kamen.

Goeßling betonte: "Wir haben eine Menge Torchancen herausgespielt, aber die gegnerischen Torfrauen wachsen immer über sich hinaus." Der 31-Jährigen gelang nach mehr als einem halben Jahr Verletzungspause wegen eines Knochenödems im Fuß ein gutes Comeback. "Sie hat sich gut herangekämpft und im Training einen hervorragenden Eindruck hinterlassen", hatte Jones die Wolfsburgerin, die zuletzt am 2. November 2016 gespielt hatte, bereits vorab gelobt. Auf der für sie eher ungewohnten Position in der Innenverteidigung erwies sich Goeßling neben Babett Peter als Stabilisatorin.

Goeßlings Teamkollegin vom Meister VfL Wolfsburg stand nach zehn Minuten im Mittelpunkt. Nach einem Foul von Daria Makarenko an Mandy Islacker zeigte die polnische Schiedsrichterin Monika Mularczyk sofort auf den Elfemeterpunkt. Peter, die bereits einen Strafstoß gegen Italien verwandelt hatte, ließ sich auch diese Chance nicht entgehen und brachte die DFB-Auswahl in Front.

20 Minuten später hätte die Innenverteidigerin beinahe auch das 2:0 erzielt. Doch Peters Kopfball nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsan konnte Russlands Torhüterin Tatjana Tscherbak gerade noch an die Latte lenken. Sara Däbritz (40.) hätte dann noch vor der Pause das zweite Tor machen müssen, doch die Münchnerin schob den Ball nach glänzendem Zuspiel von Goeßling freistehend am langen Eck vorbei. Vor den Russinnen kamen wenig Offensiv-Aktionen. Einzig Jelena Danilowa sorgte zuweilen für etwas Gefahr vor dem deutschen Tor.

Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Deutschland hatte mehr Ballbesitz, tat sich aber zunächst weiter schwer, gegen die defensive Sbornaja Großchancen herauszuspielen. So musste nach einer Attacke von Anna Tscholowjaga gegen Däbritz erneut ein Elfmeter herhalten. Diesmal trat Spielführerin Marozsan selbst an und machte den 17. Sieg im 19. Duell mit Russland vorzeitig perfekt. Erst nach dem 2:0 wirkte das deutsche Spiel entschlossener und zielstrebiger. Doorsoun (58.) hatte Pech mit einem Schuss an die Latte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare