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Ronaldo in die Bundesliga? BVB-Boss Watzke „liebt diesen Spieler“ – Bayern-Trainer Nagelsmann ist es „wurscht“

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Von: Christoph Klaucke

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Cristiano Ronaldo wird mit einem Wechsel in die Bundesliga zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. BVB-Boss Watzke und Bayern-Trainer Nagelsmann bewerten das Transfergerücht.

München/Dortmund – Cristiano Ronaldo bestimmt in diesen Tagen die Schlagzeilen der Fußball-Welt. Der Portugiese will Manchester United noch diesen Sommer verlassen, um in „seinem“ Wettbewerb der Champions League Tore zu schießen. Zuletzt wurde Borussia Dortmund mit einem Transfer des früheren Weltfußballers in Verbindung gebracht.

Jetzt äußert sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke zu den Spekulationen. Und auch Julian Nagelsmann wurde auf der Spieltags-Pressekonferenz des FC Bayern zu einem möglichen Wechsel von Ronaldo nach Dortmund ausgefragt. Der FCB-Coach ließ sich zunächst nicht aus der Reserve locken, plauderte anschließend aber aus dem Nähkästchen über den Berater des Superstars.

Ronaldo-Transfer zum BVB: Watzke spricht über die Wechselgerüchte

„Cristiano Ronaldo und Borussia Dortmund ist auf den ersten Blick eine charmante Idee. Ich liebe diesen Spieler. Er ist der größte Spieler, den die Welt je zustande gebracht hat. Das Problem: Es gibt zu dem Spieler keinen Kontakt. Und von daher auch keinen Transfer“, sagte BVB-Geschäftsführer Aki Watzke am Freitag bei der jährlichen Bilanz-Pressekonferenz von Borussia Dortmund und dementierte somit Medienspekulationen über angebliche Verhandlungen mit Ronaldo.

Gerüchte über einen möglichen Wechsel des Superstars von Manchester United in die Bundesliga hatten zuletzt für Schlagzeilen gesorgt. So hatte der US-Sender CBS Sports noch am Donnerstag gemutmaßt, dass der BVB Ronaldos „letzte Chance“ sei, Manchester United in diesem Sommer zu verlassen. Demnach sei der 37-jährige Portugiese fest entschlossen, sich in diesem Sommer von Manchester zu trennen.

Schon am Dienstag hatte die spanische Zeitung AS berichtet, dass Ronaldo noch zwei Wechseloptionen für diesen Sommer habe: Sporting Lissabon – oder eben den BVB. Laut dem Artikel, der genau wie der CBS-Bericht keine Quelle nannte, soll es zwischen dem BVB und der Ronaldo-Seite bereits Kontakt gegeben haben.

Ronaldo-Wechsel zum BVB? Bayern-Trainer Nagelsmann ist es „wurscht“

Die Bundesliga scheint über einen möglichen Ronaldo-Wechsel zum BVB in Aufruhr zu sein, weshalb auch Julian Nagelsmann einen Beitrag zu den Spekulationen leisten sollte. „Ist mir ehrlich gesagt wurscht, ob der zu Dortmund geht. Da kümmere ich mich nicht drum“, meinte der Trainer des FC Bayern München, der vor wenigen Wochen ebenfalls mit Ronaldo in Verbindung gebracht worden war. „Er ist noch bei Manchester United unter Vertrag. Ich habe gelernt, über andere Spieler spricht man nicht. Er ist ein guter Spieler und hat viele Tore in seinem Leben geschossen, wird wahrscheinlich noch ein paar schießen, egal in welcher Liga. Ob er jetzt zu Dortmund geht oder nicht, hat für mein Lebensglück keine große Relevanz.“

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann wäre ein Ronaldo-Transfer zum BVB „wurscht“.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann wäre ein Ronaldo-Transfer zum BVB „wurscht“. © Darius Simka/Imago

Ein paar Minuten später kam noch die Frage auf, warum Star-Berater Jorge Mendes eine Legende wie Ronaldo in halb Europa anbieten müsse. Hierzu war Nagelsmann deutlich auskunftsfreudiger als zuvor auf einen Transfer zum BVB angesprochen. „Ich glaube, er kriegt zehn Prozent vom Jahresgehalt von Ronaldo, da kann er schon ein bisschen rumtelefonieren“, meinte Nagelsmann gut gelaunt mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Ich glaube, das ist der Job von Mendes. Er ist viel am Telefon. Finde es grundsätzlich gut, dass man Berater hat, die auch was arbeiten.“

FC Bayern: Nagelsmann plaudert über Ronaldos Star-Berater Mendes

Dass es offenbar schwierig ist, einen Champions-League-Club für den alternden Topstar und Topverdiener Ronaldo in Europa zu finden, kommentierte Nagelsmann auch: „Ich glaube, man muss sich ihn auch leisten können. Ich glaube nicht, dass er für einen Appel und ein Ei aufdribbelt. Er ist auch nicht mehr der Jüngste. Und du bindest da extrem viel Kapital. Das ist ein wirtschaftliches Thema“.

„Ich glaube, es würden sehr viele Vereine ihn gerne nehmen. Aber ich schätze mal, für 15 Bundesligisten wird es eine enge Nummer mit dem Jahresgehalt. Ich glaube nicht, dass er das für 500 000 Euro im Jahr macht. Jeder Klub weiß, dass er ein sehr guter Spieler ist und viele Tore schießen kann, aber er hat auch einen gewissen monetären Anspruch an sein neues Arbeitspapier. Da müssen Sie aber Mendes fragen, der weiß es besser“, erklärte Nagelsmann. Den Bayern-Trainer plagen vor dem Bundesliga-Gastspiel ganz andere Probleme, mit Jamal Musiala, Matthijs de Ligt und Dayot Upamecano sind drei Spieler verletzt oder angeschlagen und drohen auszufallen. (ck)

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