Tor mit der ersten Ballberührung

Joker Maier lässt St. Pauli jubeln

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Sebastian Maier traf unmittelbar nach seiner Einwechslung per Freistoß zum 2:1-Endstand

Hamburg - Der ehemalige Profi des TSV 1860 München schießt den FC St. Pauli mit seiner ersten Ballberührung zum Sieg gegen Dresden. Torwart Tschauner entschärft einen Elfer.

Joker Sebastian Maier hat dem FC St. Pauli mit einem späten Treffer den zweiten Saisonsieg gerettet. Mit seiner ersten Ballberührung erzielte der eingewechselte 19-Jährige (88.) gegen Zweitliga-Schlusslicht Dynamo Dresden per Freistoß das Siegtor zum 2:1 (0:0). Damit verschärften die Hamburger die Krise bei den Dresdnern, bei denen Interimscoach Steffen Menze erstmals auf der Bank saß. Zum Abschluss des 5. Spieltags kletterte St. Paul damit auf den siebten Tabellenplatz.

In der 71. Minute hatte der überragende Mohamed Aoudia Dynamo in Führung gebracht. Für den Ausgleich sorgte anschließend der erst 17 Minuten zuvor eingewechselte Florian Kringe (73.). In der 80. Minute hielt St.-Pauli-Torhüter Philipp Tschauner einen Foulelfmeter von Cristian Fiel.

„Der Trainer hat mich in den Arm genommen und gesagt: “Hau das Ding rein!'. Das Spiel vor so einer Kulisse zu entscheiden, ist natürlich schon geil„, sagte Maier, der von Coach Michael Frontzeck ein Sonderlob erhielt: `Er ist ein hochtalentierter, begabter Junge, der viel Qualität mitbringt.“ Dresdens Fiel war hingegen untröstlich: „Wenn ich den Elfmeter reinschieße, gehen wir wahrscheinlich als Sieger vom Platz. Jetzt bin ich der Depp.“

Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Peter Pacult versteckten sich die Gäste vor 28.587 Zuschauern nicht und konnten die Partie insbesondere in den ersten 45 Minuten durchaus offen gestalten. Gleich zweimal hätten die Sachsen sogar in Führung gehen können, doch der quirlige Aoudia scheiterte in der 25. Minute an St. Pauli-Torhüter Tschauner, der auch zehn Minuten später sein ganzes Können aufbieten musste, um einen Distanzschuss von Christoph Menz zu entschärfen.

Aber auch die Norddeutschen hatten ihre Torchancen. Die meiste Gefahr ging dabei von Torjäger Paul Verhoek aus, der in der 10. und 16. Minute knapp verzog und in der 22. Minute am Dresdner Keeper Benjamin Kirsten scheiterte.

Ein Freistoß an den Pfosten vom Hamburger Außenverteidiger Marcel Halstenberg in der 48. Minute leitete die zweite Halbzeit ein. Sieben Minuten später wurde der einschussbereite Zlatko Dedic in letzter Sekunde vor dem St. Pauli-Tor abgeblockt. In der Folgezeit nahm der Druck der Platzherren zu, Treffer wollten jedoch lange nicht fallen - bis es in der Schlussphase hin und her ging und Joker Maier für die Entscheidung sorgte.

Torhüter Tschauner und Fin Bartels verdienten sich im Team von Coach Michael Frontzeck die Bestnoten. Neben Aoudia war Mannschaftskapitän Romain Bregerie stärkster Akteur auf Seiten der Dresdner.

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SID

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