Ausschluss oder Punktabzug

Blatter will härtere Strafen für Rassismus

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Sepp Blatter macht sich für härtere Strafen bei Rassismus-Vorfällen stark - warum erst jetzt?

London - FIFA-Präsident Joseph Blatter hat die unnachgiebige Haltung des Fußball-Weltverbandes bei rassistischen Vorfällen in den Stadien bekräftigt.

Geldstrafen oder der Ausschluss von Zuschauern seien als Sanktion nicht scharf genug. „Wir müssen hart sein und solche Teams aus dem Wettbewerb ausschließen oder ihnen Punkte abziehen“, betonte der Schweizer am Samstagabend auf einer Veranstaltung anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Englischen Fußball-Verbandes in London.

„Nur mit solchen Maßnahmen ist es möglich, gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen. Wenn wir das nicht tun, wird es immer so weitergehen. Wir müssen es stoppen. Wir müssen den Mut haben, es zu tun“, forderte Blatter.

Auslöser der neuerlichen Debatte um Rassismus im Fußball ist der Fall Yaya Toure. Der dunkelhäutige Spieler von Manchester City war in der Vorwoche im Champions League-Spiel bei ZSKA Moskau rassistisch beleidigt worden. Jeffrey Webb, der Vorsitzende der Anti-Rassismus-Kommission des Weltverbandes, wollte sich am Sonntag am Rande der Partie von City beim FC Chelsea mit dem Spieler treffen. Bei der Verhandlung vor der Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union wird als Strafe für den russischen Club ein Ausschluss der Fans beim nächsten Heimspiel im internationalen Wettbewerb erwartet.

dpa

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