Wegen unklarer Rechtslage

Besonderheit bei DFB-Pokal-Auslosung: Mischkugel

Frankfurt - Die erste Hauptrunde im DFB-Pokal 2013/14 wird am kommenden Samstag (15. Juni), im Rahmen der ARD-Sportschau (ab 18.00 Uhr) ausgelost und wartet mit einer Besonderheit auf.

 Ex-Nationalspielerin Nia Künzer, Schützin des Golden Goals im WM-Finale 2003, übernimmt die Rolle der Losfee und wird dabei wegen der besonderen Umstände eine „Mischkugel“ Aue/Duisburg ziehen. Ziehungsleiter ist DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Die erste Pokalrunde findet vom 2. bis 5. August statt.

Bei der Auslosung sind wie immer 64 Mannschaften im Topf. Neben den 18 Bundesligisten sind diesmal nur 17 Teams aus der 2. Bundesliga dabei, da Dynamo Dresden für den kommenden Wettbewerb ausgeschlossen wurde. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch acht Drittligisten und 21 Klubs aus dem Amateurbereich.

Eine Besonderheit ergibt sich in diesem Jahr daraus, dass der Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes dem MSV Duisburg wegen des fehlenden Nachweises der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit keine Lizenz für die 2. Bundesliga erteilt hat. Der Verein wird deswegen in der Tabelle der 2. Bundesliga rückwirkend für die Saison 2012/2013 auf Platz 18 geführt.

Auswirkungen auf die Teilnahmeberechtigung am DFB-Pokal hat dies nicht, es ergeben sich aber Konsequenzen für die Zugehörigkeit zu einem der beiden Töpfe. Durch die Entscheidung des Ligaverbandes rutscht Erzgebirge Aue in der Abschlusstabelle der 2. Bundesliga von Platz 15 auf 14 und damit in den Profitopf, Duisburg fällt von Platz elf auf Platz 18 und wird nach jetziger Rechtslage dem Amateurtopf zugeordnet.

Diese Entscheidung des Ligaverbands ist verbandsintern endgültig. Der MSV hat allerdings von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, das Ständige Schiedsgericht anzurufen. Für die Auslosung der ersten DFB-Pokalrunde ergibt sich aufgrund der noch nicht endgültigen Rechtssituation die Konsequenz, dass es in beiden Töpfen eine „Mischkugel“ Aue/Duisburg geben wird.

Abhängig vom Ausgang des Schiedsgerichtsverfahrens und der dann endgültig feststehenden Abschlusstabelle der 2. Bundesliga entscheidet sich zum einen, ob die Mannschaft, der das entsprechende Los aus dem Profitopf zugelost wurde, gegen Aue oder Duisburg spielt, und zum anderen, ob Aue oder Duisburg als „Amateurverein“ teilnehmen und demnach ein Heimspiel gegen den dieser Kugel zugelosten Gegner aus dem „Profitopf“ haben wird.

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