Bender-Zwillinge: Ein "Manni" wird Meister

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Lars (unten) und Sven Bender im Zweikampf

Köln - Die Zwillinge Sven und Lars Bender liefern sich mit Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen ein Fernduell um die Meisterschaft. Abseits des Platzes sind die 21-Jährigen dafür ein Herz und eine Seele.

Gerufen werden beide „Manni“, ihre Freundinnen heißen jeweils Simone, doch Meister darf sich nach dem 34. Spieltag nur einer nennen: Die Bender-Zwillinge Sven und Lars liefern sich mit Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen ein Fernduell um den Titel. Ganz nebenbei drücken die beiden 21 Jahre alten defensiven Mittelfeldspieler der Fußball-Bundesliga in dieser Spielzeit ihren Stempel auf.

Noch trennen die beiden Benders nicht nur die zwölf Minuten, die Lars älter ist, sondern auch fünf Punkte, die Sven mit Dortmund in der Tabelle Vorsprung hat. Entsprechend ist das Titelrennen ein heißes Thema: „Den Fußball kann man natürlich nicht ausblenden, gerade nicht in dieser Situation. Wir kommen immer wieder darauf zurück. Das ist schon kurios. Dann necken wir uns und ich ziehe ihn damit auf, dass wir den BVB noch einholen“, sagte Lars.

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Aber im Leben der Jungprofis gibt es noch mehr Gemeinsamkeiten als die Position auf dem Platz. Die Zwillinge sind auch beste Freunde, haben die gleichen Interessen wie Golf spielen oder Kino und funken auch in Sachen Frisur und Klamotten auf derselben Wellenlänge. „Wir haben fast täglich Kontakt, telefonieren oder schreiben uns, obwohl es im täglichen Betrieb natürlich schwierig ist, Zeit dafür zu finden“, erklärte Lars das besondere Verhältnis. Den gemeinsamen Spitznamen „Manni“ haben sie übrigens vom ehemaligen Bayern- und 1860-Profi Manfred Bender „geerbt“.

Der gemeinsame sportliche Werdegang über den TSV Brannenburg, die SpVgg Unterhaching und 1860 München schweißte die Benders zusammen. „Wir haben eine extreme Bindung. Wir haben uns immer gegenseitig hochgezogen: Das war immer Harmonie pur“, sagte Lars in einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

Nach der Station bei den „Löwen“ trennten sich die Wege der beiden „Sechser“ bewusst, doch nicht ohne Hintergedanken. Die beiden heiß begehrten Talente entschieden sich für Klubs, die dafür bekannt sind, der Jugend eine Chance zu geben.

Die nutzte vor allem Sven bei der Borussia. Zusammen mit Nuri Sahin bildet der kampfstarke und extrem einsatzfreudige Sven das Herzstück im Mittelfeld des Tabellenführers und ist unangefochtener Stammspieler. „Seine größten Stärken sind sein außergewöhnlicher Charakter und die Bereitschaft, sich komplett zu verausgaben. So etwas habe ich noch nie erlebt. Den kann keiner stoppen“, sagte Borussias Trainer Jürgen Klopp.

Deutlich größer ist die Konkurrenz für Lars in Leverkusen. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes ist mit Stars gespickt, Bender kämpft gegen Michael Ballack, Simon Rolfes, Arturo Vidal oder Hanno Balitsch um einen Platz in der ersten Elf. Immerhin kam Lars auf 23 Einsätze in dieser Saison, davon 16 als Einwechselspieler.

Den Sprung in die A-Nationalmannschaft schaffte der Borusse Sven beim 1:2 gegen Australien Ende März als Erster. Noch hat er auch die besten Chancen, am Ende der Saison die Schale in Händen zu halten. Doch Sven kennt Lars: Der gibt erst auf, wenn der letzte Pfiff ertönt ist. Und nur ein „Manni“ wird Meister.

sid

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