Poker um Torwart-Talent

Alexander Nübel: Viel spricht gegen einen Transfer zum FC Bayern - ein Grund ganz besonders

+
Alexander Nübel ist Kapitän von Schalke 04.

Schalke-Torwart Alexander Nübel wird trotz heftigen Werbens aller Voraussicht nach nicht zum FC Bayern wechseln. Vor allem eine Personalie spricht dagegen.

  • Der FC Schalke 04 will seinen Kapitän Alexander Nübel unbedingt halten.
  • Die Bosse haben ihm offenbar ein irres Gehaltsangebot gemacht.
  • Beim FC Bayern soll Manuel Neuer seinen Vertrag verlängern.
  • Ein Wechsel des Torhüters zum Rekordmeister dürfte damit vorerst vom Tisch sein. 

Update vom 11. Dezember 2019, 12:29 Uhr: Alexander Nübel von Schalke 04 ist zweifellos eines der größten Torwarttalente Deutschlands. Er gilt berechtigterweise als Kronprinz von Manuel Neuer beim FC Bayern. Der Rekordmeister bemühte sich lange um den 23-Jährigen. Doch aktuell sieht alles danach aus, als gebe es vorerst keine Königs-Proklamation. Es spricht einfach zu viel dagegen. Eine Übersicht:

Nach wochenlangen Gerüchten und Spekulationen waren nur noch zwei Vereine in der Verlosung: Nübels aktueller Verein Schalke 04 und der FC Bayern. Dann vermeldeten die Münchner die Verlängerung mit Nachwuchskeeper Christian Früchtl bis 2022, wie *tz.de schrieb. Vieles spricht dafür, dass dadurch dem 19 Jahre alten Stammkeeper von Bayerns Reserve die Chance gegeben wird, Neuer zu beerben.

Alexander Nübel: Manuel Neuer soll beim FC Bayern verlängern

Nur kurz darauf machten Meldungen die Runde, wonach Schalke das Gehalt ihres Kapitäns  - David Wagner hatte ihn zu Saisonbeginn zum Spielführer gemacht - um das zehnfache auf sechs Millionen Euro erhöhen will, sollte sich Nübel für die Gelsenkirchener entscheiden. Laut Sport Bild soll das Angebot lukrativer als die Offerte des FC Bayern sein. Nübel machte auch klar, dass das Finanzielle nicht entscheidend für seine Entscheidung ist. Auch die Nähe zu seiner Heimat Paderborn sei ihm wichtig.

Zu guter Letzt gibt es das Umdenken in der Bayern-Führung. Die Personalie Nübel soll klubintern zunächst zurückgestellt worden sein, weil Neuer einen neuen Vertrag erhalten soll. Die Sport Bild schreibt in ihrer Mittwochausgabe, dass die Bosse nach seinen zuletzt starken Leistungen weiter voll auf Neuer setzen. Der 33-Jährige soll einen neuen Kontrakt bis 2023 unterschreiben.

Nübel soll zwar weiter als Neuer-Nachfolger gelten, eine Verpflichtung käme dann erst in dreieinhalb Jahren infrage. In dieser Zeit kann vieles passieren. Vielleicht schnappt Tottenham Hotspur den Bayern Nübel als Nachfolger für Hugo Lloris dann weg, Neu-Trainer Jose Mourinho soll von dessen Qualitäten überzeugt sein.

Erstmeldung: Irre Gehaltserhöhung geboten: Schalke kämpft mit allen Mitteln um FCB-Wunschtransfer

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 kämpft weiterhin verbissen um seinen Kapitän. Um den 23-jährigen Alexander Nübel zu einem Verbleib zwischen den königsblauen Pfosten zu bewegen sind die Schalker offenbar bereit, richtig tief in die Taschen zu greifen. Demnach würde Nübel, sofern er seinen bis 2020 laufenden Vertrag verlängert, sein jetziges Jahresgehalt von 600.000 Euro verzehnfachen.

Alexander Nübel: Es ist die nächste Wendung im Transferpoker zwischen S04 und FCB

Es ist die nächste Wendung im bereits ellenlangen Transfer-Poker um Nübel. Wie die Sport Bild erfahren haben will, ist das Angebot von Schalke damit sogar finanziell lohnender als die Offerte des FC Bayern. Immerhin ist Nübel Identifikationsfigur bei S04, das die Fans beispielsweise auch mit einem Bild des Torwarts auf das letzte Bundesligaspiel vor der Länderspielpause heiß machte (Endstand 3:2 gegen den FC Augsburg).

Alexander Nübel: Nähe zur Heimat wichtiger als finanzielle Anreize? 

Doch offenbar ist das Finanzielle für Nübel nicht das einzige Kriterium. Wichtig für ihn ist auch die Nähe zu seiner Paderborner Heimat: „In einer Stunde bin ich zu Hause. Daher fahre ich manchmal auch nach dem Training heim, wenn zum Beispiel ein Kumpel Geburtstag hat oder etwas in der Familie ansteht“, sagt Nübel. Von München wäre die Anreise da schon länger. 

Schalke hat den Nübel-Verbleib zur Chef-Sache erklärt, Clemens Tönnies höchst persönlich soll sich darum kümmern. Und auch Trainer David Wagner hat sich hoffnungsvoll zur Thematik geäußert:

FC Bayern: Haben die Bosse Nübel schon abgeschrieben?

Der FC Bayern hat unterdessen den Vertrag von Torwarttalent Chrstian Früchtl (19) verlängert, wie tz.de* berichtete. Ein Zeichen dafür, dass die Bosse nicht mehr so recht an die Verpflichtung von Nübel glauben?

FCB versus S04: Online kämpfen auch die Fanlager um Nübel

Übrigens: Auf seinem eigenen, verifizierten Instagram-Kanal hat Nübel seit dem 1. August nichts mehr gepostet (Stand: 20. November). Unter seinem letzten Post, der ihn während des Sommertrainingslagers mit einigen Schalker Mannschaftskollegen zeigt, sammeln sich noch immer neue Kommentare. „Bleib bei uns. Verlängere den Vertrag. Glück auf“ - so oder so ähnlich klingen die Aufrufe aus der Schalker Ecke. „Come to Bayern“ („Komm zum FC Bayern“), fordern ihn die Fans des Deutschen Rekordmeisters auf. 

Der FC Bayern und die Ex-Schalker: Neuer, Rafinha, Sané und Co.

Bereits in der Vergangenheit hat der FC Bayern den Schalkern des Öfteren Spieler abgeworben. Berühmte Beispiele sind der Stammtorwart Manuel Neuer sowie der inzwischen in seinem Heimatland Brasilien unter Vertrag stehende Abwehrspieler Rafinha. Auch am ehemaligen Schalker Hoffnungsträger Leroy Sané ist der FC Bayern Gerüchten zufolge noch immer interessiert. Zudem soll der FC Bayern nach Lucas Hernandez, Corentin Tolisso, Michael Cuisance, Benjamin Pavard und dem verletzten Kingsley Coman einen weiteren Franzosen im Visier haben - Houssem Aouar.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare