"Löwen" wählen neuen Präsidenten

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Gerhard Mayerhofer wurde mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten der "Sechzger" gewählt

München - Mit überwältigender Mehrheit haben die Mitglieder des TSV 1860 München Gerhard Mayrhofer zum Präsidenten gewählt. Der neue Ober-„Löwe“ demonstriert gleich einmal Entschlossenheit.

Eine Woche vor dem Saisonstart hat der TSV 1860 München mit der einmütigen Wahl eines neuen Vereinspräsidenten ein Signal zum Aufbruch gesetzt. Der Managementexperte Gerhard Mayrhofer wurde auf der ersten Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten am Sonntag in München von 923 stimmberechtigten Mitgliedern mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger von Hep Monatzeder gewählt. „Das ist ein guter Tag für Sechzig München“, sagte der 51 Jahre alte Mayrhofer nach seiner Wahl um 15.06 Uhr.

Nur 39 Mitglieder votierten gegen Mayrhofer. Als Vizepräsidenten werden dem neuen Ober-„Löwen“ in den kommenden drei Jahren Heinz Schmidt, Peter Helfer und Erik Altmann zur Seite stehen.

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In einer flammenden, zwölf Minuten dauernden Rede hatte Mayrhofer zuvor um Zustimmung bei den Mitgliedern geworben. „Ich glaube an den Aufstieg in diesem Jahr“, sagte er. Mit Kraft wolle die neue Führungsriege das Chaos bei dem Traditionsverein beenden. „Sechzig ist lange genug ein Ausbildungscamp für Funktionäre gewesen“, erklärte Mayrhofer, der nach seiner Wahl viel Applaus erhielt. Der Präsident mahnte beim Traditionsverein mehr Professionalität an.

Mayrhofer positionierte sich klar für sportliche Erfolge und setzte Trainer Alexander Schmidt bereits vor dem ersten Punktspiel am Freitag beim FC St. Pauli unter Druck: „Wenn es in den ersten Spielen so ausschaut, dass es nicht funktioniert, dürfen wir nicht ewig warten, sondern müssen schnell handeln und die Dinge ändern“, kündigte das frühere Vorstandsmitglied von Unternehmen wie O2 und Vodafone Deutschland forsch an.

Der Verein reichte auch dem Investor Hasan Ismaik auf der für seine Verhältnisse harmonischen Versammlung die Hand. „Es gibt eine unumstößliche Wahrheit: Der Retter von 1860 ist Hasan Ismaik und kein anderer“, sagte Geschäftsführer Robert Schäfer. Dessen Demission hatte der Geldgeber aus Jordanien zuletzt immer wieder gefordert. „Unsere Hand wird weiterhin sehr weit ausgestreckt sein“, sagte Schäfer an die Adresse des nicht anwesenden Ismaik.

Bei der letzten Delegiertenversammlung Ende April, auf der die Rückkehr zur Mitgliederversammlung beschlossen worden war, war der bisherige Präsident Monatzeder nicht im Amt bestätigt worden. Das hatte eine wochenlange Suche nach einem Nachfolger ausgelöst.

dpa

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