Urteil: BVB zahlt 25.000 Euro an die Kickers Offenbach

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Nach den DFB-Pokalspiel zwischen den Kickers Offenbach und dem BVB hatte es finanzielle Streitigkeiten gegeben.

Hamm - Borussia Dortmund zahlt dem Regionalligisten Kickers Offenbach 25.000 Euro aus vereinnahmten Eintrittsgeldern zurück. Auf diesen Vergleich einigten sich die Parteien vor dem Oberlandesgericht Hamm.

Damit geht ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen den Clubs zu Ende, der seinen Anfang in einer unrühmlichen Niederlage des BVB bei einem DFB-Pokalspiel im Oktober 2010 hatte. Die Partie, die der damalige Drittligist mit 4:2 nach Elfmeterschießen gewann, sollte wenigstens ein wenig Geld in die Dortmunder Vereinskasse spülen.

Routinemäßig wurde eine Rechnung aufgemacht über anteilige Einnahmen aus den Kartenverkäufen über 41 325 Euro. Noch eineinhalb Jahre nach dem Spiel war ein Teil der Rechnung offen, eine vereinbarte Ratenzahlung nicht eingehalten worden. Hinter den Kulissen des säumigen Clubs brodelte es hingegen gewaltig, die finanzielle Lage wurde mit Steuerschulden und anderen Verbindlichkeiten immer dramatischer. Spätestens nach dem Ausbleiben einer vereinbarten Rate hätte der BVB von der Zahlungsunfähigkeit der Offenbacher ausgehen müssen, so das Gericht.

Angesichts drohender Insolvenz hätten die Dortmunder keine Zahlungen mehr eintreiben dürfen, schließlich seien sie in diesem Stadium nur noch ein Gläubiger unter mehreren gewesen. Eine Entscheidung, die BVB-Anwalt Thilo Igwecks nicht nachvollziehen konnte: „Der DFB hat seinerzeit die finanzielle Situation des Vereins geprüft und eine Lizenz erteilt. Und die Spieler haben gespielt, was sie ohne Geld sicherlich nicht gemacht hätten. Wir gingen also davon aus, dass der Verein zahlungskräftig war.“

Quelle: wa.de

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